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Das Schweizer Davis-Cup-Team trifft auf einen schwierigen Gegner. (Keystone)
Von wegen «Sweet Home Alabama». Obwohl sich die Schweizer in Amerikas Süden durchaus wohl fühlten, reichte es ohne Roger Federer nicht zum Sensationssieg gegen die übermächtigen USA.
Dennoch gab es auch Positives: Insbesondere Stanislas Wawrinka (23). Obwohl in den letzten Monaten ohne grosse Erfolge auf der ATP-Tour und ohne Matchpraxis nach Birmingham gereist, zeigte der Romand zumindest am Freitag und Samstag zwei starke Leistungen. Er fühlt sich in der Rolle des Teamleaders, die er beim Fehlen Federers übernehmen muss, immer wohler. «Ich spüre, dass ich mit jeder Davis-Cup-Begegnung besser damit zurechtkomme», sagt der Lausanner.
Im Abstiegskampf droht Hammerlos
Marco Chiudinelli (27) gelang zwar kein Exploit, doch der Baselbieter deutete zumindest an, dass er sich nach seiner langen Verletzungspause wieder Richtung Weltspitze orientieren kann. Der Verlierer des Wochenendes ist Doppelspezialist Yves Allegro (30). Der Walliser steckt in einer veritablen Krise, droht auf der ATP-Tour aus den Top-100 im Doppel herauszufallen und braucht dringend ein Erfolgserlebnis.
Zu einem solchen könnte Roger Federer (27) beitragen. Er wird in Indian Wells und voraussichtlich an ein paar weiteren Turnieren mit seinem Copain antreten. Wenn Allegro bis im September nicht wieder seine Form findet, ist sein Platz im Davis-Cup-Team in Gefahr.
Gefahr droht vom 18. bis 20. September auch dem Team als Ganzes. Noch sind Partien in den Kontinentalzonen ausstehend, weshalb die Setzung und Auslosung erst am 12. Mai erfolgen wird. Gehört die Schweiz dann nicht zu den acht besten der in den Playoffs engagierten Nationen, droht ein Hammerlos wie Frankreich. Ansonsten könnten es Tennis-Nobodys wie Usbekistan oder die Ukraine sein. Noch ist nicht sicher, ob Federer dann dabei sein wird. Captain Severin Lüthi ist aber zuversichtlich: «Es würde mich erstaunen, wenn Roger nicht spielen würde.» (M. H./sim)
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Marcel Hauck - Tennisreporter (Sven Thomann)