Als Marco Chiudinelli (31) zu seiner Zweitrundenpartie gegen Richard Gasquet (26) antritt, herrscht in der St. Jakobs-Halle gähnende Leere.
Die Federer-Festspiele an den Swiss Indoors in Basel haben auch ihre Schattenseiten. Das musste am Mittwochabend einmal mehr Rogers Davis-Cup-Kumpel Marco Chiudinelli (ATP 149) erfahren.
Bei seinem Spiel gegen den Franzosen Richard Gasquet (26), immerhin die Nummer 13 der Welt und in Basel als Nummer 3 gesetzt, ist die St. Jakobs-Halle nicht einmal zur Hälfte gefüllt. «Es war so wie erwartet, es war ja zu befürchten. Aber klar war ich enttäuscht», sagt Chiudinelli.
Besonders bitter ist das, weil die Swiss Indoors auch für Chiudinelli das Heimturnier sind. Aber an Tagen, an denen Federer spielt, absorbiert der Maestro die ganze Aufmerksamkeit der Zuschauer. «Publikumstechnisch sind die Spiele nach Roger halt immer schwierig», beschwichtigt auch Chiudinelli.
Dass die Halle am Schluss nicht noch etwas voller wurde, schreibt der 31-Jährige auch sich selbst zu. «Es soll keine Ausrede sein, denn ich habe auch nicht gut gespielt. Wenn das Spiel länger dauert, kommen die Leute wieder zurück. Nach zwei Stunden Tennis müssen sie sich halt auch die Beine vertreten.»
Doch so lange steht Chiudinelli an diesem Abend gar nicht im Einsatz. Nach nur 65 Minuten steht seine 1:6, 4:6-Niederlage fest. Der Verlierer nimmts mit Humor: «Am Anfang war ich fast froh, dass nicht mehr Leute da waren, so schlecht habe ich gespielt.»
Freuen kann sich Chiudinelli immerhin über die knapp 18’000 Franken Preisgeld. Auch in der Weltrangliste dürfte er sich um rund zehn Positionen verbessern. «Wenn du mit einer Wildcard ins Turnier kommst, musst du zufrieden sein, wenn du ein Spiel gewinnst», resümiert der Baselbieter.
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