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Wie weiter – mit Federer oder ohne? René Stammbach wills wissen. (EQ)
René Stammbach, wie sauer sind Sie auf Roger Federer?
René Stammbach: Wir haben zwei Familienväter, die an den US Open je 20 Sätze spielten. Beide sind müde, einer ist hier – es darf jeder selber wissen, was für ihn richtig ist.
Also sind Sie sauer ...
Zielsetzungen stehen jedermann frei, ob einem die nun passen oder nicht. Ich habe vollstes Verständnis, wenn Roger sich auf den Rest der Saison konzentriert. Das Anliegen ist, besser zu wissen, an welchen Daten wir mit wem rechnen können. Unsere Strategie ging davon aus, dass er den Davis Cup gewinnen wolle. Wenn sich das geändert hat, müssen wir überlegen, ob das strategische Ziel noch dasselbe sein kann.
Sie werden also mit Roger ein hartes Gespräch führen?
Mit Roger Federer führt man keine harten Gespräche, wenn man sich bewusst ist, was er fürs Schweizer Tennis gemacht hat. Zudem sind wir Bittsteller und nicht Verhandlungspartner. Aber das strategische Ziel muss Swiss Tennis kennen. Für mich kann das nicht jedes Jahr ein Seiltanz zwischen Welt- und Europazone sein. Um über die erste Runde zu kommen, brauchen wir Roger.
Wann sprechen Sie mit ihm?
Noch dieses Jahr. Die Frage ist emotionslos: Wohin gehts, kommst du mit? Wenn nicht, sind die Ziele neu zu definieren – etwa eine Fokussierung auf den Nachwuchs mit entsprechenden Mitteltransfers.