Federer besorgt «Bei Nadal muss es etwas Ernstes sein»

Rafael Nadals Forfait für die US Open (ab 27. August) wegen seiner Verletzung macht den anderen Tennis-Stars wie Roger Federer oder Andy Murray und auch vielen Fans Sorgen.

  • Publiziert: 16.08.2012

Die Befürchtungen, dass mit den chronischen Knieproblemen, sogar seine Karriere gefährdet ist, stellt Rafas Onkel und Coach Toni am Donnerstag bei «sport.es» in Abrede.

«Nadals Karriere ist überhaupt nicht in Gefahr. Die Ärzte haben uns zur Pause geraten, um eine Operation zu vermeiden. Eine US-Open-Teilnahme macht keinen Sinn, wenn er nicht 100 Prozent bei Kräften ist», sagt Toni Nadal. Es könne sogar sein, dass er im Daviscup im September schon wieder spielt.

Am Rande des ATP-1000-Turnier in Cincinnati äusserten sich auch Nadals Tennis-Kollegen zur seiner Absage des US Open. Es ist für den 26-jährigen Spanier das sechste Mal in seiner Karriere, dass er ein Major verletzt verpasst. Roger Federer (31) hat noch nie ein Grand-Slam-Turnier verletzt auslassen müssen.

Die Reaktionen der Tennis-Stars:
Roger Federer (ATP 1): «Ich sah es kommen. Wenn er sich so früh zurückzieht, muss es etwas Ernstes sein. Darum ist es etwas beängstigend. Die ganze Diskussion, ob er noch dieses Jahr zurückkommt, ist am Laufen. Ich hoffe, er wird. Er hat nun einige Wochen zusätzlich frei. Ich hoffe, das ist im Nachhinein eine gescheite Entscheidung von ihm. Aber es ist ein harter Dämpfer und enttäuschende Nachricht für die Tenniswelt.»

Andy Murray (ATP 4): «Ich mag Rafa als Freund sehr. Ich bin enttäuscht für ihn. Fürs Tennis und die grossen Turniere ist es immer wichtig, wenn die Top-Spieler dabei sind. Es ist offensichtlich hart für ihn. Er hatte in der Vergangenheit Ärger mit seinen Knien. Ich hoffe, er kann sich ausruhen und kommt nicht zu früh zurück, damit er wieder sein bestes Tennis spielen kann.»

Novak Djokovic (ATP 2): «Er ist ein grosser Wettkampftyp und jemand, den ich auf und neben dem Platz sehr gut kenne. Ich bin sicher, dass er an die US Open gekommen wäre, wenn er hätte spielen können. Ich wünsche ihm eine schnelle Erholung. Tatsache ist, dass das Tennis verliert, wenn Rafa nicht da ist, weil er einer ist, der Geschichte geschrieben hat. Wir wissen alle, wie gut und populär er ist.»

Juan Martin Del Potro (ATP 9): «Jeder kennt Rafa. Er ist ein grosser Kämpfer. Er wird sehr, sehr bald, wieder mit uns sein und könnte gefährlich werden, weil er noch viel besser werden wird, als der Rest der Spieler. Er ist immer noch sehr sehr jung. Ich wünsche ihm alles Gute, denn er ist ein netter Junge.» (rib)

Auch Monfils nicht in New York

Einen Tag nach Rafael Nadal sagte auch Gaël Monfils (ATP 35) seine Teilnahme am US Open (27. August bis 9. September) verletzungsbedingt ab. Der 25-jährige Franzose hat sich noch nicht vollständig von seiner Knieverletzung erholt, deretwegen er schon für das French Open, Wimbledon und die Olympischen Spiele hatte Forfait geben müssen.

Beliebteste Kommentare

  • Heidi  Keller , Zürich
    Schade, Raffa ist ein Spieler, der dem Tennis fehlen wird, aber die Gesundheit geht vor. Er war ja schon oft verletzt, dieser Sport ist beinhart, auch wenn es nicht so aussehen mag. Ein Kompliment an Roger Federer, der seine Kräfte immer sehr geschickt einteilt und pausiert, wenn eine Verletzung droht.
  • Federico  Molo
    was seid Ihr denn alles für "Blinde" hier... sieht denn keiner, dass Rafa seinen Köper in jeglicher Weise bis aufs Äusserste malträtiert.. so kann man nicht jahrelang durchziehen, das macht kein Körper der Welt mit.... es war abzusehen, für jeden, der einigermassen etwas von Sport versteht....
    • 16.08.2012
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Alle Kommentare (9)

  • Thomas  Degen
    Wirklich schade. Raffa würde der Tour als vorbildlicher Sportsmann sehr fehlen. Doch müssen wir ehrlich sein, seine Spielweise, wie die der meisten "Beidhänder" ist für den Körper, vorallem für die Beine mörderisch. Raffa, wie auch z.B. Nole stehen auch weit länger auf dem Platz wie Roger. Ihr Spiel ist weniger auf den direkten Punkt ausgelegt und sie sind es gewohnt lange Ballwechsel zu gehen. Auch wenn das erfolgreich ist, stellt sich die Frage, wie lange das der Körper aushält. Die Vergangenheit zählt viele Spieler mit einer ähnlichen Spielanlage Aaron Krieckstein, Michael Chang usw., deren Karrieren früh endeten. Bleibt nur zu hoffen, dass Raffa dieses Schicksal nicht ereilt.
    • 17.08.2012
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  • Federico  Molo
    was seid Ihr denn alles für "Blinde" hier... sieht denn keiner, dass Rafa seinen Köper in jeglicher Weise bis aufs Äusserste malträtiert.. so kann man nicht jahrelang durchziehen, das macht kein Körper der Welt mit.... es war abzusehen, für jeden, der einigermassen etwas von Sport versteht....
    • 16.08.2012
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  • Federico  Molo
    Ich muss hier einfach mal was loswerden: Nadal, da besteht kein Zweifel, ist ein Ausnahme-Tennisspieler - vor allem auf Sand hat er kaum Gegner.... ABER: Habt ihr denn alle Tomaten auf den Augen gehabt, als Nadal vor wenigen Jahren plötzlich wie ein Bodybuilder auf dem Platz erschien, vollgepackt mit Muskeln vermutlich auch vollgepackt mit Steroiden??? Da hat was nicht zum Körper von Nadal gepasst und seine Spielweise ist und war nun einmal sehr "ungesund".... sein Körper gibt ihm nun die Quittung für diese Tortur am eigenen Leib... ich habe kein Mitleid mit ihm.... er ist ein grosser Tennisspieler gewesen... ich glaube nicht, dass er jemals wieder "der alte" sein wird... schade um so einen jungen Sportler.... ist vergleichbar mit den früheren jungen Kunstturnerinnen aus Osteuropa, die fast allesamt des Dopings überführt wurden.... Im Tennis wurde das lange totgeschwiegen - kommt mir ungefähr so vor, wie bei den Schweizer Banken, die den Fehltritt eines Angestellten auf keinen Fall an die Oeffentlichkeit bringen ´wollen... ich kann nur sagen: Adios Nadal.
    • 16.08.2012
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  •   hans peter , Stockholm
    Raffa hatte in seinen jungeng Jahren mit Dr. Fuentes den falschen Arzt an seiner seite. Dies rächt sich jetzt. Schade für den Tennissport.
    • 16.08.2012
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  • Heidi  Keller , Zürich
    Schade, Raffa ist ein Spieler, der dem Tennis fehlen wird, aber die Gesundheit geht vor. Er war ja schon oft verletzt, dieser Sport ist beinhart, auch wenn es nicht so aussehen mag. Ein Kompliment an Roger Federer, der seine Kräfte immer sehr geschickt einteilt und pausiert, wenn eine Verletzung droht.
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Tennis

Platz Name Land Punkte
1 Novak Djokovic SRB 12310
2 Andy Murray GBR 8670
3 Roger Federer SUI 8000
4 Rafael Nadal ESP 6895
5 David Ferrer ESP 6740
6 Tomas Berdych CZE 4700
7 Juan Martin Del Potro ARG 4320
8 Jo-Wilfried Tsonga FRA 3795
9 Richard Gasquet FRA 3090
10 Janko Tipsarevic SRB 2640
11 Stanislas Wawrinka SUI 2630

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