Ab Montag greift Roger Federer in seinem «Wohnzimmer» in Basel nach dem 6. Titel. Heute erinnert sich die Nummer 1 an alte Zeiten.
Die St. Jakobshalle ist bereit für den König: Roger Federer (31) ist heiss auf die Swiss Indoors, den grössten Sportanlass der Schweiz. Der Rekord-Champion und Titelverteidiger – er gewann den Event 2006, 2007, 2008, 2010 und 2011 – sagt heute Morgen vor versammelter Presse in Allschwil BL: «Ich freue mich sehr auf mein Heimturnier. Ich hatte 2012 ein tolles Jahr, war überrascht, so schnell wieder die Nummer 1 zu werden. Ich bin aber vor allem froh, dass ich nach einer langen Saison fit bin.»
Federer nimmt ab Montag seine 301. Woche als Weltnummer 1 in Angriff. «300 Wochen die Nummer 1 zu sein, ist unglaublich! Ich habe gehofft, dass ich mit dieser Zahl nach Basel kommen kann. Das ist wirklich sehr schön.»
In seiner Heimatstadt fühlt sich der Tennis-Maestro sichtlich wohl. 1998 spielte er erstmals bei den Profis mit, musste aber nach 60 Minuten und einem 3:6, 2:6 gegen Andre Agassi die Segel streichen.
Die ersten Schritte auf dem Hartplatz in Basel unternahm Klein Roger aber schon als Balljunge. «Ich bin natürlich immer mit dem Velo an die Spiele gefahren. Zwei Mal war ich als Ballbub dabei. Doch vom Herumstehen in der Ecke hatte ich immer Muskelkater», sagt Federer schmunzelnd.
Um seine Muskeln zu entspannen, machte Federer vorgestern mit seiner Familie einen Ausflug in den Kinderzoo, wo die Zwillinge Myla und Charlene auch gleich auf ein Pony kletterten. «Die beiden gehen sehr gerne in den Zoo. Vor allem natürlich während dieser schönen Oktobertage.» Eine Anschaffung eines Ponys für seine Töchter ist aber nicht geplant. Federer meint lachend: «Das ist leider wegen der vielen Reisen nicht möglich.»
Viel eher plant Federer den 6. Titel in Basel: «Das Training in den letzten Tagen hat sehr gutgetan. Ich habe gewisse Sachen vor dem Turnier ausprobiert. Ich möchte wieder etwas mehr Risiko nehmen. Das kann zwar schiefgehen, aber wenn nicht, spiele ich wieder mein bestes Tennis.»
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