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Dass die Partie zwischen Roger Federer und Andy Roddick mehr war als ein gewöhnlicher Major-Viertelfinal, merkte man auch daran, dass der Sender «USA» neben Ted Robinson und John McEnroe zusätzlich noch Andre Agassi einen Platz hinter den Mikrofonen freigehalten hatte.
Als Andre Agassi nach dem ersten Satz in den Fokus der TV-Kameras und Grossleinwände kam, gab es unter den Fans kein Halten mehr. Der 37-Jährige aus Las Vegas wurde mit einer stehenden Ovation bedacht.
Roger Federer hatte schon vor der Partie ein Rendez-vous mit dem einstigen Glamour Boy des Tennis: «Er war völlig unerwartet in die Garderobe gekommen. Es schien fast so, als wolle er einen Match bestreiten.» Federer war froh, dass sich der letzte Viertelfinal der Frauen zwischen Venus Williams und Jelena Jankovic bis ins Tiebreak des dritten Satzes hinzog: «So konnten wir viel länger plaudern.»
Dass Agassi den Baselbieter schätzt, bewies er einmal mit seinem Blitzbesuch, und unterstrich es später während der Partie noch mit ungezählten Lobeshymnen. Agassi konstatierte unter anderem, dass normalerweise ein Spieler das Tennis schon dominieren kann, wenn er in zwei Bereichen der Beste ist. Er habe aber das Gefühl, dass Federer etwa in fünf Bereichen die Nummer eins sei.
Federer dazu: «Ich weiss, dass ich auf viele Dinge zählen kann. Wenn mein Service nicht funktioniert, kann ich auf mein Grundlinienspiel zurückgreifen. Damit mein Spiel zusammenbricht, muss schon viel passieren, weil ich ja normalerweise körperlich fit bin und meinen Gegner nie unterschätze.»
Von McEnroe auf die Differenz zwischen Pete Sampras und Federer angesprochen, fand Agassi einen zahlenmässigen Vergleich: «Wenn man gegen Pete gut spielte, verlor man vielleicht 5:7, 6:7. Wenn man schlecht spielte, manchmal auch, weil bei ihm vieles über den Aufschlag ablief. Wenn man gegen Roger gut spielt, verliert man vielleicht auch 5:7, 6:7. Wenn man aber schlecht spielt, wird man 1:6, 1:6 weggeputzt, weil er so komplett ist.» (si/mh)