«Super-Didi» Défago glänzt im Training

  • Publiziert: 05.02.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Halt! Noch vor dem Zielsprung mussten die Ski-Cracks abschwingen. Bis dahin war Didier Défago ganz vorne dabei. (Keystone)

VAL D'ISÈRE - Beinahe keiner merkte, wie Didier Défago im Training zur Abfahrt vom Samstag ein Ausrufezeichen setzte. Er fuhr die zweitbeste Zeit, fast bis zum Schluss.

Nur der Österreicher Christoph Gruber war im Abfahrtstraining schneller als Lauberhorn- und Kitzbühel-Sieger Didier Défago. Klar ist: Unser «Super-Didi» ist heiss auf die WM-Abfahrt vom Samstag!

Das Training war jedoch sehr speziell. Da sich der letzte Sprung vor dem Ziel als zu gefährlich erwies, forderte die Jury die Athleten auf, ihre Fahrt vor diesem Hindernis abzubrechen. Von dort fuhren die meisten im Touristenstil bis ins Ziel weiter.

So waren die Endzeiten ohne jegliche Aussagekraft, umso mehr aber die letzte Zwischenzeit. Bis zu dieser Marke zeigte Défago, der am Vortag als Achter im Super-G unter den Erwartungen geblieben war, eine grossartige Leistung.

Nicht ganz an die Spitzenzeiten heran kamen die beiden meistgenannten Favoriten auf den WM-Titel in der Abfahrt, Didier Cuche (9.) und Christof Innerhofer (8.). Beide gingen bei diffusem Licht noch nicht an ihre Grenzen. (Si/sme)

WM-Abfahrt

Wie schon der Super-G stellt die Abfahrt aussergewöhnliche technische Anforderungen und verlangt viel Kondition. Mit einer effekten Fahrzeit von über 2:10 Minuten sind die Rennfahrer nur etwa 20 Sekunden weniger lang unterwegs als am Lauberhorn, obwohl das Rennen in Wengen 1,5 km länger ist. Die Abfahrt findet am Samstag statt.

Die anderen Schweizer

Ambrosi Hoffmann und der WM-Ersatzmann Tobias Grünenfelder liessen ein Tor aus, Carlo Janka (51.) begnügte sich nach einem frühen Fehler mit einer Besichtigungsfahrt. Und auch die beiden Kombinierer Silvan Zurbriggen und Sandro Viletta loteten die «Face de Bellevarde» erstmal vorsichtig aus.

Ösis

Christoph Gruber kämpft im Abfahrtstraining gegen Hermann Maier, Georg Streitberger und Romed Baumann um die zwei letzten Startplätze im ÖSV-Team. Gesetzt sind nur Michael Walchhofer und Klaus Kröll. «Gruber ist in der Pole-Position um einen Startplatz», schreibt die «Kronenzeitung».

Erstes Training zur WM-Abfahrt der Männer

Wertung nach der letzten Zwischenzeit:
1. Christoph Gruber (Ö) 1:45,34 (Endzeit 2:10,82).
2. Didier Défago (Sz) 0,40 zurück.
3. Michael Walchhofer (Ö) 0,42.
4. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) 0,65.
5. Marco Büchel (Lie) 0,91.

6. Natko Zrncic-Dim (Kro) 0,97. 7. Romed Baumann (Ö) 1,06. 8. Christof Innerhofer (It) 1,11. 9. Didier Cuche (Sz) 1,15. 10. Erik Guay (Ka) 1,28. 11. Bode Miller (USA) 1,33.

Ferner: 13. Hermann Maier (Ö) 1,44. 15. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,57 (Torfehler). 16. Tobias Grünenfelder (Sz) 1,69 (Torfehler). 19. Aksel Lund Svindal (No) 1,82. 39. Silvan Zurbriggen (Sz) 5,50. 51. Carlo Janka (Sz) 8,68. 58. Sandro Viletta (Sz) 13,73. – 76 Teilnehmer. – wettkampfmässige Fahrt bis vor den letzten Sprung
play Défago hat gut Lachen. Schafft er nach den Siegen in Wengen und Kitzbühel den Hattrick mit dem WM-Gold? (Keystone)

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