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Schon im Slalom der Super-Kombi fädelte Zurbriggen auf dem Gudiberg ein und sagte danach: «Ich weiss nicht, wann mir das zuletzt passiert ist». Heute erlebt Zurli bereits das unwillkommene Déjà-vu.
Leider muss auch Silvan Zurbriggen erfahren, dass die Piste Fahrer um Fahrer schwieriger wird. Die Startnummer 7 wird zur Hypothek, der Walliser fädelt bei der Ausfahrt aus dem Steilhang ein und scheidet nach rutschiger Fahrt aus.
Sein frühzeitiges Out kommentiert Zurbriggen im SF so: «Es will einfach im Moment nicht, ich fahre nicht gut. Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Ausreden zu suchen, bringt nichts. Ich muss versuchen, wieder aus dem Tief zu kommen.»
Auch Gini verbockt es – Vogel fliegt fast
Nicht viel besser läuft es Marc Gini, der nach ansprechender Fahrt beinahe aus der Bahn geworfen wird und viel Zeit verliert. Sein Rückstand von 4,20 Sekunden ist zu gross, im zweiten Durchgang reichts noch für Platz 37.
Justin Murisier landet auf Rang 25 und Neuling Markus Vogel, der seine WM-Feuertaufe erlebt, wird 27. Vogel, der den zweiten Durchgang eröffnet, droht auszuscheiden, rettet sich zwar noch. Nur der Kanadier Brad Spence ist langsamer, fünf Fahrer scheiden aus. Bester Schweizer ist ein Moldawier: Urs Imboden fährt auf Rang 14.
Debakel für Neureuther
Der Gudiberg ist auch Lokalmatador und Topfavorit Felix Neureuther schlecht gesinnt. Der Deutsche verliert schon im ersten Lauf 2,35 Sekunden auf Grange, im zweiten Durchgang scheidet er gar aus – ein Debakel für den Slalom-Spezialisten.
Grange holt Gold
Auch wenn keine Schweizer mehr mitmischen: Der Kampf um die Medaillen ist hochspannend. Der Schwede Jens Byggmark – Sechster im ersten Durchgang – verdrängt den Österreicher Mario Matt von der Spitze.
Weder Landsmann Andre Myhrer (Dritter in Lauf 1) noch Manfred Mölgg kommen an Byggmark herand, nur Jean-Baptiste Grange kann ihm die Goldmedaille noch wegschnappen. Und tatsächlich: Der Franzose rettet 0,43 Sekunden Vorsprung ins Ziel, ist Weltmeister! Silber geht an Byggmark, Bronze an Mölgg. (ds)