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Wer wie Lara während der Saison ein Rennen gewinnen kann oder wie Fabienne Suter oder Andrea Dettling aufs Podest fährt, wird an einer WM automatisch zu den Medaillenanwärterinnen gezählt. Warum soll man das Gezeigte nicht wiederholen können? Das gilt allerdings für alle Saison-Siegerinnen und -Sieger – und dann wird das Podest ganz einfach zu klein.
Gestern waren neun Fahrerinnen mit diesem Erwartungs-Status am Start. Damit sank die Erfolgs-Wahrscheinlichkeit auf mickrige 30 Prozent. Und heute, beim Männer Super-G, sieht die Rechnung nicht anders aus. Zehn Podestfahrer, darunter mit Cuche, Défago und Hoffmann auch drei Schweizer. Also wieder rund 30 Prozent Chance auf eine Schweizer Medaille.
Wo ist Janka einzuordnen?
Stopp! Wo darf oder muss ich Carlo Janka in die statistische Rechnung einbringen? Er hat hier im Dezember im Super-G Bestzeit gefahren. Allerdings «nur» im Umfeld der Super-Kombi. Also kein Podestplatz und auch keine Medaillenerwartung?
Das spielt eigentlich keine Rolle. Eine WM hat eigene Gesetze. Hier verliert ausser den Titelverteidigern niemand etwas. Hier kann man nur gewinnen. Das tönt nach der Alles-odernichts-Devise, und genau das ist die Gefahr an beiden Bergen rund um Val d’Isère.
Wer hier Weltmeister werden will, muss sich taktisch richtig verhalten, intelligent fahren und darf trotzdem vor Ehrfurcht vor der Steilheit und den Schwierigkeiten dieser Berge nicht erstarren. Startnummernund Wetterglück werden in den nächsten Tagen ständige Begleiter sein. Lindsey Vonn hat aber gezeigt, dass sich die Klasse trotzdem durchsetzen kann.