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Manfred Pranger holt in einem verrückten Rennen die erste Gold-Medaille für die österreichischen Ski-Männer. Frankreich darf sich über das Silber von Julien Lizeroux freuen. Dritter ist der Kanadier Michael Janyk.
Michael Janyk lag in Führung, als sämtliche Favoriten noch im Starthaus standen. Doch weder Raich noch Mölgg oder Ligety hatten ihre Nerven im Griff und brachten ihren Lauf nicht ins Ziel.
Erst Julien Lizeroux nutzte die Chance bei seinem Heimrennen und setzte sich dank einer akrobatischen Rettungsaktion an die Spitze. Der Druck auf die noch oben stehenden Grange, Brolenius und Pranger war gross.
Zu gross wahrscheinlich. Denn auch Grange und Brolenius brachten ihre Fahrten nicht ins Ziel, und Frankreich hoffte auf Gold.
Doch da machte Manfred Pranger den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung: Mit einer kontrollierten Fahrt liess der Tiroler nichts mehr anbrennen und holte sich Gold.
Er rettete damit die Ehre der Österreicher. Am letzten Tag sicherte er das erste Gold für das Männer-Team der Ösis. «Ich war so nervös, alle sind ausgeschieden. Ich habe mich während der Fahrt zurückgehalten und fuhr auf Sicherheit», freute sich der neue Weltmeister, der als Einziger unserer Nachbarn das Ziel erreichte.
Die Schweizer blieben wie erwartet ohne Chance auf einen Spitzenplatz. Sandro Viletta zeigte gegenüber dem ersten Lauf eine Leistungssteigerung.
Dank den zahlreichen Ausfällen verbesserte sich Viletta auf den 13. Rang (1. Lauf 23.). Dennoch zeigte er sich nicht besonders zufrieden mit seiner Darbietung: «Auch der zweite Lauf war nicht wirklich gut, aber besser als der erste.»
Der beste Schweizer in der Endabrechnung ist einmal mehr der für Moldawien startende Urs Imboden als 9. Ein nicht bereiter Silvan Zurbriggen ist ausgeschieden. Der Walliser verpasste die erste Vertikale und nutzte die Chance nicht, diese von der anderen Seite anzufahren.
Bereits im ersten Lauf ausgeschieden waren Marc Gini und Marc Berthod. (sme)
Silvan Zurbriggen brachte den zweiten Lauf ärgerlicherweise nicht ins Ziel.- EQ Images