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Das Schweizer Lazarett gibt alles für eine Medaille. Aber es reicht einfach nicht! Unser heissestes Eisen, Didier Cuche, kann seine Leistung aus dem ersten Lauf (Platz 5) nicht mehr verbessern. Der 36-jährige Neuenburger mit dem eingegipsten Daumen verliert besonders im unteren Teil zu viel Zeit. Am Schluss ist es Platz 8 für Cuche mit 0,93 Sekunden Rückstand.
Und auch Titelverteidiger Carlo Janka (24), der sich trotz seinen Herzproblemen fit fühlt, hat nichts mit den Spitzenplätzen zu tun. Allerdings: Der Obersaxer ist der beste Schweizer und fährt mit 0,92 Sekunden Rückstand auf Rang 7.
Cuche ist nach dem Rennen sichtlich enttäuscht, sucht aber nicht nach Ausreden: «Da wäre viel mehr dringelegen. Kampf um eine Medaille war angesagt – das ging leider in die Hosen! Aber sicher nicht wegen meiner Hand!»
Sowohl Cuche als auch Janka büssen fast eine Sekunde auf den überlegenen Sieger Ted Ligety ein. Der 26-jährige Ami liegt nach dem ersten Lauf noch auf Platz 4. Im zweiten aber packt er die Gold-Fahrt aus und verweist Cyprien Richard (+0,08) und Philipp Schörghofer (+0,43) auf den Silber-, respektive Bronze-Platz. Der neue Weltmeister im Ziel: «Es ist toll. Seit Dezember fühle ich mich wohl. Der Druck war schon riesig, deshalb ist es umso schöner, auf dem Podest zu sein.» Der Führende nach dem ersten Lauf, Aksel Svindal, wird Vierter.
Einen Super-Lauf zeigt der junge Justin Murisier im zweiten Durchgang. Der 19-jährige Walliser räumte vor wenigen Wochen an der Junioren-WM drei Medaillen ab (Slalom-Silber, Kombi-Silber und Super-G-Bronze).
Er beweist mit der drittbesten Laufzeit, dass er auch bei den «Grossen» bald für Furore sorgen wird. Murisier fährt auf den starken dreizehnten Rang. «Ich bin sicher sehr zufrieden», so Murisier. «Es war schon cool im Ziel die 2 zu sehen, direkt hinter Bode Miller!»
Marc Berthod (27) dagegen kommt auch im Zweiten nicht auf Touren. Der St. Moritzer verpatzte schon den ersten Lauf: «Der Schnee ist weich, das hab ich nicht so gerne. Ich weiss, dass man hier schneller fahren kann.» Berthod landet auf Rang 21.
Das weiss wohl auch Sandro Viletta (25), der mit Spritzen fitgemacht werden musste. Auch er findet mit einem Zwicken im Rücken keine Lockerheit und fährt auf Platz 24. (wst)