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Nach dem Debakel an der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen sind zahlreiche Ski-Fans froh, dass der Albtraum ein Ende hat. Ski-Experte Bernhard Russi ist zu Gast im BLICK Sport Talk und kann das bestens nachvollziehen: «So eine WM ist sehr intensiv. Alles folgt Schlag auf Schlag. Wenn keine Geschenke gemacht werden, kann das einem mit der Zeit verleiden.»
Was bei der WM alles falsch gelaufen ist, kann Russi auch nicht sagen: «Es wird keine definitive Erklärung dafür geben.»
Selbstkritik beim Verband ist gefragt
Doch der 62-Jährige fordert den Verband auf, selbstkritisch zu sein. Die unmittelbare Vorbereitung sei zwar ideal verlaufen, doch vorher habe man Sand ins Getriebe erhalten. Russi spricht den «Fall Rufener» an. «Es war sicher ungeschickt, wenn das mitten im Winter platzt und ein öffentlicher Streit in den Medien ausbricht», erklärt Russi, «das hätte man vor dem Winter lösen müssen.»
Und der Blick in die Zukunft? Nach der Saison übernimmt Osi Inglin das Amt als Männer-Chef von Martin Rufener. «Aus der Niederlage heraus wird die Aufgabe für ihn einfacher», weiss Russi.
Doch der Abfahrts-Gold-Gewinner von Olympia 1972 hebt den Mahnfinger, denn Rufener habe eine hervorragende Arbeit geleistet und Kontinuität ins Trainer-Team gebracht. «Wir müssen aufpassen, dass wir die Disziplinen-Trainer nicht auch noch verlieren», so Russi. (sme)