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Nach seinem Sieg im Super-G fährt Didier Cuche auch in der Abfahrt aufs Podest. Der Schweizer feiert nach der Gold- auch eine Silbermedaille und avanciert zum grossen Star der Ski-WM in Val dIsère.
Nur wenig fehlte Didier Cuche, um gar Doppelweltmeister zu werden. Den entscheidenden Fehler beging Cuche in der Einfahrt zur Schlüsselstelle «LAncolie», wo es ihn zu weit hinaus trug: «Auf einmal ging mein Aussenski weg, und ich kam extrem tief heraus.»
Der Neuenburger, der bei der letzten Zwischenzeit noch knapp fünf Zehntel hinter John Kucera lag, drehte im letzten Abschnitt allerdings noch gewaltig auf und verfehlte die Bestzeit um lediglich vier Hundertstel. Cuche trauerte dem verpassten Gold aber nicht nach: «Ich bin überglücklich. Ich habe Silber geholt und nicht Gold verloren.»
Janka sensationell
Für eine Riesenüberraschung sorgte Carlo Janka. In seiner ersten WM fuhr Janka zu Bronze, und auch ihm fehlte nur ganz wenig zu Gold. Nach einer kurzen Unterbrechung zog der Nebel im Mittelteil der Piste auf, was Jankas Chancen auf den Sieg vernichtete.
Trotz schlechter Sicht zeigte der Jungstar allerdings eine hervorragende Leistung. «Es war zwar nicht die optimale Fahrt, aber im Grossen und Ganzen muss ich zufrieden sein», sagte Janka nach der Zieleinfahrt, nicht ahnend, dass es zu Bronze reichen würde.
Auch nach dem Rennen war der Newcomer beinahe sprachlos: «Es ist schwierig zu verarbeiten, auch im Zusammenhang mit Dani.»
Kanadischer Überraschungssieger
Bei Sieger John Kucera passte alles zusammen. Mit der Startnummer zwei realisierte der 24-jährige Kanadier sensationell seine erste WM-Medaille! Noch nie hatte einer seiner Landsmänner Abfahrt-Gold holen können.
Kucera fand eine hervorragende Linie und profitierte auch von den idealen Lichtverhältnissen zu Beginn des Rennens. Er hält damit auch die Ehre der Kanadier hoch. Von seinen Teamkollegen schaffte es keiner ins Ziel.
Favoriten geschlagen
Nicht reüssieren konnten die anderen Schweizer. Ambrosi Hoffmann verlor zu viel Zeit, Didier Défago stürzte und schied mit bester Zwischenzeit aus. Auch sonst mussten die Favoriten einen Dämpfer einstecken. Ausser Cuche schaffte es keiner mehr in die vorderen Reihen, allerdings verschlechterten sich auch die Bedingungen zusehends.