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Karl Wendlinger im Jahre 1995 – ein Jahr nach seinem schweren Unfall. (RDB)
Herr Wendlinger, wie war es, als Sie damals nach Ihrem schweren Schädel-Hirn-Trauma aus dem Koma erwacht sind?
Ich bin in einem Bett gelegen. Irgendwo in einem mir unbekannten Zimmer. Und rund herum war einfach alles weiss. Alles war ganz hell. Das ist das Erste, was ich nach meinem Aufwachen realisiert habe.
Mehr wurde Ihnen bei Ihrer «Rückkehr» ins Leben nicht bewusst?
Nein. Die Ärzte hatten mich zwar nach neunzehn Tagen aus dem Tiefschlaf geweckt. Aber bis ich danach alles richtig wahrnehmen konnte, hat das weitere zehn Tage gedauert.
Haben Sie denn während des Tiefschlafs irgendetwas von dem mitbekommen, was mit Ihnen und um Sie herum passiert war?
Absolut nichts. Die Zeit fehlt in meinem Gedächtnis total.
Und wie war das, als Sie wieder etwas realisieren konnten?
Da habe ich im Bett bloss gemerkt, dass mein linkes Knie schmerzte, das wegen der Unfallfolgen ja auch operiert werden musste. Die Ärzte haben mir dann gesagt, ich sei in der Uni-Klinik in Innsbruck (wo auch Daniel Albrecht jetzt liegt, die Redaktion), zuerst sei ich aber im Spital in Nizza gewesen. Von all dem habe ich, wie gesagt, nichts mitbekommen.
Aber an Ihre Schicksalsfahrt im Monte-Carlo-Training und den Horror-Crash in der Hafen-Schikane konnten Sie sich erinnern?
Überhaupt nicht, weder damals nach dem Aufwachen im Spital, noch jemals später. Das Allerletzte, an das ich mich nach meinem Unfall erinnern konnte, war das Abendessen vor dem Tag des Crashs und daran, dass ich danach vor dem Einschlafen noch ferngesehen hatte.
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