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Stefan Abplanalp vermisst bei Cheftrainer Pini das nötige Fingerspitzengefühl.
(Patrick B. Kraemer)Wenige Stunden nach der Entlassung sagte Abplanalp deutsch und deutlich zu BLICK: «Anstatt dass Pini ständig Polizist spielt und kontrolliert, dass seine Trainer nach getaner Arbeit ja kein zweites Feierabendbier trinken, würde er gescheiter seinen organisatorischen Pflichten als Cheftrainer nachkommen.» Der Berner Oberländer liefert mehrere Beispiele, bei denen sein Ex-Vorgesetzter aus dem Tessin angeblich komplett versagt hat.
Nakiska im November 2010: «Vor den Weltcup-Rennen in Lake Louise wollten wir ein Trainingslager in Nakiska absolvieren. Doch als wir um 21.30 im Hotel einchecken wollten, schüttelte die Rezeptionistin den Kopf – Mauro hatte unsere Zimmer erst ab dem nächsten Tag reserviert. Und weil das Hotel total ausgebucht war, drohte meinem Team und mir wegen dem Buchungsfehler des Chefs eine Nacht an der
kanadischen Kälte. Zum Glück hat uns Kanadas Cheftrainer Hugues Ansermoz, pikanterweise Pinis Vorgänger bei Swiss Ski, aus der Patsche geholfen. Er hat dafür gesorgt, dass wir in seinem Quartier auf den Sofas oder auf dem Teppich nächtigen konnten.»
Anmeldung verpasst
Are im Februar 2011: Gemäss Abplanalp ist Pini seinen Pflichten auch vor einem Jahr nicht nachgekommen. «Fränzi Aufdenblatten und Martina Schild mussten damals im Super-G unbedingt Weltcup-Punkte holen, um den A-Kader-Status behalten zu können. Um den Berg und die Kurssetzung kennenzulernen, sollten sie zwei Tage vorher bereits den Super-G der Super-Kombi bestreiten.
Doch kurz vor Ablauf der Meldefrist bemerkte ich, dass Mauro die beiden nicht angemeldet hatte. Wenn ich Fränzi und Martina nicht auf den allerletzten Drücker ins Starterfeld gebracht hätte, wären die beiden vielleicht ohne die für sie überlebenswichtigen Weltcup-Punkte aus Schweden abgereist.»
Schiedsrichter statt Organisator Abplanalps finales Fazit zum Cheftrainer Mauro Pini: «Er ist mehr Schiedsrichter als Organisator. Wenn eine Fahrerin einen Fehler begeht, zieht er sofort die Gelbe Karte. Und verwarnte Stürmer gehen bekanntlich keine Risiken mehr ein. Im Spitzensport muss man aber alles riskieren, um erfolgreich zu sein.»
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