Wegen Chuenisbärgli-Video auf Facebook Murisier hat bösen TV-Ärger!

Justin Murisier wird Morgen mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch zur Lauberhorn-Kombi starten. Justin hat Ärger wegen einem Video auf seiner Facebook-Seite.

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Bei der letzten Alpin-Kombination in Santa Caterina hat uns Murisier sehr viel Lust auf mehr gemacht – der Unterwalliser hat dort als Vierter seinen ersten Podestplatz im Weltcup nur knapp verpasst.

Seit dem Riesenslalom in Adelboden ist der 24-Jährige aber ziemlich verärgert. Was ist passiert? Nach seinem Ausfall im Zielhang vom Chuenisbärgli hat Murisier vom Westschweizer Fernsehen RTS die Bilder seiner Fahrt übernommen und auf seiner Facebook-Seite gepostet. Und dieses Posting löste letzten Samstagabend im Schweizer Team-Hotel in Adelboden ein mittelschweres Donnerwetter aus.

 

Auf Druck  der TV-Rechte-Inhaber musste ein Swiss-Ski-Vertreter Murisier auffordern, die Bilder zu löschen. Doch dieser weigert sich standhaft: «Die können mit mir machen was sie wollen, aber das Video wird nicht von meiner Facebook-Seite verschwinden.»

Murisier schiebt die Begründung hinterher: «Unser Sport hat derzeit speziell wegen dem schwachen Marketing der FIS vor allem bei jungen Leuten ein Image-Problem. Es schauen immer weniger Leute Skirennen. Aber mit spektakulären Wettkampf-Videos mache ich ja Werbung für die TV-Übertragungen. Vielleicht schalten viele Leute, die sonst keine Skirennen schauen, ja beim nächsten Rennen auch den Fernseher ein, weil ich ihnen mit meinen Facebook-Videos Lust gemacht habe.»

Swiss Ski-Direktor Markus Wolf hat Verständnis für Murisiers Argumente. Trotzdem kann er das Verhalten seines hoffnungsvollsten Riesenslalom-Spezialisten derzeit nicht tolerieren: «Die Rechtelage bei Weltcuprennen in der Schweiz ist eindeutig: Die SRG besitzt die nationalen Rechte, die EBU vertreibt die Bilder aus Adelboden und Wengen international. Die Athleten besitzen keine Rechte an den Bewegtbildern. Und weil wir sämtliche Anstalten schützen müssen, die für die Rechte der Bilder eine schöne Stange Geld ausgeben, müssen wir Justin bitten, das Wettkampf-Video von seiner Facebook-Seite zu entfernen.»

Gleichzeitig macht unser Verbands-Direktor Murisier Hoffnung: «Wir führen derzeit mit unseren Partnern intensive Gespräche um in dieser Angelegenheit eine tolle Lösung für unsere facebookaffinen Athleten finden zu können.»

Aber noch hat man diese tolle Lösung nicht gefunden. Deshalb stellt sich die Frage: Was passiert jetzt mit Murisiers Video von Adelboden? Justin bleibt dabei: «Ich werde das Video nicht von meiner Facebook-Seite entfernen!»

Swiss Ski-Direktor Wolf nimmt das einigermassen entspannt zur Kenntnis: «Die Bilder vom Chuenisbärgli sind ja jetzt auch schon mehrere Tage alt und haben deshalb stark an Wert verloren. Aber selbstverständlich müssten wir wieder ein ernstes Wort mit Justin reden, wenn er in den nächsten Tagen Videos von seinen Lauberhornfahrten posten würde...»

Publiziert am 12.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
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13 Kommentare
  • Joe  Black 12.01.2017
    Die Rechte Inhaber können ganz offiziell eine Beschwerde bei Facebook einreichen damit das Video entfernt wird, nur geht Ihnen das wohl zu langsam also setzt man Druck auf den Sportler.
  • Bruno  Füchslin aus Richterswil
    12.01.2017
    In Zeiten, wo jeder ohne zu fragen nimmt und nimmt, gelten offenbar keine Rechte mehr? Wer Ski fährt, weiss um diese Rechte. Also soll er sich dran halten. Oder geht man heutzutage auch in die Migros und sagt: Ich bin der und der und bezahle heute nichts? Man kümmert sich ja nicht mehr drum, wer die Bildrechte besitzt. Irgendwer arbeitet dafür - und ich darfs offenbar einfach gratis nehmen? Wer vom Bilderklau selbst betroffen ist, würde wohl anders reagieren als einige Kommentatoren.
  • Joe  Di Marco 12.01.2017
    Kindergrten Alle Rechte für die Fernsehanstalten welche ja gar keine Bilder hätten wenn nicht Atlethen Weltweit ihre Knochen hinhalten würden.
  • Abundzu  Blickleser 12.01.2017
    Interessant. Es gibt da ja auch das Recht am eigenen Bild.
    • Beni  Mühlebach aus Frauenfeld
      12.01.2017
      Werden die Athleten vor jedem Rennen gefragt, ob ihr Bild öffentlich gezeigt werden darf? Falls nein, sollten die Sportler das Fernsehen verklagen. Mit dieser Voraussetzung kann sicherlich ein Konsens gefunden werden.
    • Bruno  Füchslin aus Richterswil
      12.01.2017
      Ja gut dann - Murisier weiss, dass er in der Öffentlichkeit steht und diese Rennen übertragen werden. Wenn er gewinnt, ist er ja noch so froh, dass die halbe Welt erfährt, wie gut er ski fahren kann. Wenn er aufs "Recht am eigenen Bild" pocht, muss er aufhören, Ski zu fahren oder sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. So einfach ist das ...
    • Mike  Müller aus Zürich
      12.01.2017
      Sk-, Fussballstars, etc. sind Personen des öffentlichen Interesses. Person des öffentlichen Lebens ist ein unbestimmter Rechtsbegriff im schweizerischen Zivilrecht für besonders bekannte Persönlichkeiten. Der Begriff beeinflusst das Recht auf Privatsphäre, die Zulässigkeit von Äusserungen in der Berichterstattung und das Recht am eigenen Bild. Der Begriff wird wörtlich auch im Datenschutzgesetz der Schweiz verwendet.
  • Andreas  Geering , via Facebook 12.01.2017
    Es geht doch wie immer nur um Geld! Ich finde es ziemlich lächerlich das ein Skifahrer seine eigenen Fahrten nicht in den sozialen Medien verbreiten darf, was dem Ski-Sport wohl nur zu Gute kommen würde! Und das nur weil ein paar, verzeiht mir die Ausdrucksweise, reiche alte Säcke noch ein paar Scheine mehr wollen! Super Justin, bleib dabei!