Warum haben Feuz und andere Stars Knieverletzungen? Kostelic attackiert Russi

Kostelic glaubt, dass sich Feuz in Sotschi genau wie Bode Miller und Ivica beim Wahnsinns-Sprung verletzt hat. Er erhebt happige Vorwürfe gegen Russi und die FIS.

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Sonntagabend, Tatort Brasserie Saloon im Château-Hotel Lake Louise: Ante Kostelic setzt sich unerwartet zum BLICK-Team und erkundigt sich nach dem Gesundheits­zustand von Beat Feuz. Als er erfährt, dass der Kugelblitz seit fast drei Wochen wegen einer schweren Entzündung des Kniegelenks im Spital liegt, eröffnet der 74-Jährige das Feuer: «Leider ist auch dieser so geniale Skifahrer Feuz ein Opfer der FIS und Bernhard Russis. Bernhard mag ein schöner Mann sein, aber es ist nicht immer schön, was er für den Skisport macht!»

Wie bitte? Was um Himmels Gottes willen hat Ski-Papst Russi mit der Verletzung von Beat Feuz zu tun?

Der alte Kostelic lädt nach: «Feuz hat im letzten Februar wenige Tage nach der Olympia-Hauptprobe in Sotschi starke Knieschmerzen verspürt. Ich bin deshalb sicher, dass er sich in Sotschi genau wie Bode Miller und mein Ivica beim Wahnsinns-Sprung verletzt hat, der von Bernhard Russi falsch gebaut wurde.»

Der ehemalige Handball-Profi gerät jetzt so richtig in Fahrt: «Beat, Bode und Ivica sprangen an diesem über 70 Meter weit, was kein Problem gewesen wäre, wenn sie im Steilen hätten landen können. Aber wegen Russis Konstruk­tionsfehler hat es sie in der Fläche regelrecht zusammengestaucht. Und so mussten diese drei Top-Stars nach Sotschi Knie-Operationen über sich ergehen lassen, obwohl sie keinen Fahrfehler begangen hatten.»

Happige Vorwürfe

Zum Abschluss setzt Kostelic zum «abenteuerlichen» General-Angriff auf den interna­tionalen Skiverband an: «Es gibt bei der FIS neben Russi viele andere Leute, die in der Vergangenheit böse Fehler gemacht haben. Ansonsten wären die minimalen Fahrfehler von Silvano Beltrametti, Matthias Lanzinger oder Daniel Albrecht nicht mit lebens­gefährlichen Verletzungen bestraft worden.»

Vater Kostelic will demnächst ein Buch herausbringen, in dem die Sünden der FIS-Funktionäre detailliert beschrieben werden. Man kann davon ausgehen, dass das Vorwort nicht aus Bernhard Russis Feder kommen wird ...

Für eine Replik auf die happigen Kostelic-Vorwürfe war Bernhard Russi gestern nicht zu erreichen.

Publiziert am 19.11.2012 | Aktualisiert am 20.11.2012
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25 Kommentare
  • Christian  Smith aus Innsbruck
    , via Facebook
    20.11.2012
    Endlich mal jemand der die Wahrheit sagt, umdenken bevor jemand zu Tode spriengt!
  • Florian  Moser aus St Gallen
    , via Facebook
    20.11.2012
    Ja Bernhard Russi ist nicht zu Erreichen, weil er gerade in Korea weilt! Er war am Sonntag mit mir auf dem Flug nach Seoul!
  • Jean-Pierre  Imsand aus Brugg
    20.11.2012
    unsere "Skiasse" brettern auf jeder Piste immer 120 Prozent, ganz egal wie steil oder wellig es ist. Mit Skis kann mann auch bremsen. Mann muss nicht, bzw. kann nicht jeden Sprung mit 100 Prozent Speed anfahren.
    So lächerliche Eingriffe wie am Lauberhorn müssen ja nicht auf jeder Piste gemacht werden. Kostelic soll weiter Slalom fahren. Jahrelang wird reklamiert, dass die Strecken keinen Charakter, keine wirklichen Schwierigkeiten mehr haben und jetzt diese Aussagen. "Angst" bzw. Respekt muss bei einer Männer Abfahrt dazu gehören !
  • Peter  Montanari aus Rayong
    20.11.2012
    Die FIS täte wahrscheinlich gut daran, die Aussagen von Kostelic ernst zu nehmen. Da ist vermutlich schon was Wahres dran. Aber so viel ich weiss, hat Russi den Zielsprung bei der Streif nicht gebaut.
  • Mirjam  Müller 20.11.2012
    Es ist erstaunlich wie BLICK die Aussagen von Kostelic fast schon ins lächerliche zieht nur weil dieser Bernhard Russi, also ein Schweizer Idol kritisiert. Wäre die Sachlage umgekehrt, wäre dieser Artikel ganz anders fomuliert und BLICK würde eine Riesenschlagzeile daraus machen.... schade, ich dachte unsere Presse wäre einigermassen neutral.