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Carlo Janka ist der erfolgreichste Skifahrer dieses Winters. (Keystone)
Carlo, Garmisch ist ein absolutes Weissbier-Mekka. Haben Sie nach der grossen Kugel-Party einen entsprechenden Weissbier-Kater?
Carlo Janka: Ich trinke zwar tatsächlich ab und zu sehr gerne ein Weissbier, aber bei dieser Feier haben wir nicht so viel Bier getrunken. Es ist auch nicht allzu spät geworden, bis ich ins Bett gegangen bin. Alles in allem war es eine gemütliche Party mit den Teamkollegen, Trainern und den Serviceleuten. Es war mir wichtig, dass ich mich bei diesen Leuten mit einem solchen Fest für ihre grossartige Arbeit bedanken konnte.
Sie mussten in den letzten Tagen phasenweise einen gigantischen Rummel um Ihre Person ertragen. Gab es Momente, wo Sie lieber der unbekannte Huber Fritzli und nicht der Janka Carlo gewesen wären?
Solche Momente gab es auf jeden Fall, schliesslich war der ganze Rummel extrem ermüdend. Das Mühsamste war, dass ich jeden Tag immer wieder dieselben Fragen beantworten musste, und das erst noch in verschiedenen Sprachen. Aber dieser Rummel wird ja jetzt wieder ein bisschen nachlassen.
Auf was freuen Sie sich in den nächsten freien Tagen am meisten?
Dass ich endlich wieder einmal so richtig ausschlafen kann, und mir ein paar Tage ohne jegliche Verpflichtungen bevorstehen. Weil danach aber noch die Schweizer Meisterschaften und Ski-Tests auf dem Programm stehen, werde ich erst Ende April für ein paar Wochen in den Urlaub fliegen können.
Was machen Sie eigentlich mit der schönen Stange Geld, die Sie mit diesen Erfolgen eingefahren haben?
Ich werde mir schöne Ferien leisten. Aber ansonsten habe ich eigentlich das Gefühl, dass ich alles habe, was ich brauche. Darum weiss ich noch nicht, ob ich mir sonst noch etwas Besonderes kaufen werde.
In Ihrem Umfeld gibt es ein paar Leute, die der Meinung sind, dass Sie eine ordentliche Putzfrau ganz gut gebrauchen könnten…
Da ich tatsächlich ein ziemlicher Chaot bin und es in meiner Wohnung ordentlich unordentlich aussieht, sollte ich mir jetzt vielleicht wirklich über die Verpflichtung von einer Putzfrau Gedanken machen.
Und welches sind die nächsten sportlichen Ziele, die in Ihren Gedanken die Hauptrolle spielen?
Ich will im nächsten Winter die Slalom-Kugel gewinnen… Nein, im Ernst: In dieser Saison habe ich im Abfahrts- und im Riesenslalom-Weltcup den zweiten Rang belegt, irgendwann möchte ich diese Disziplinen-Wertungen auch noch gewinnen. Zudem gilt es im nächsten Jahr bei der WM in Garmisch meine Medaillen von Val d’Isère zu verteidigen. Und die letzten Rennen haben ja gezeigt, dass mir die künftige WM-Strecke nicht so schlecht liegt...
Wie ist Jankas Verhältnis zu Didier Cuche und Daniel Albrecht? Und was sagt er zu seinem Heimatdorf Obersaxen? Lesen Sie das ganze Interview mit Carlo Janka heute im SonntagsBlick.
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Ein Schweizer mit dem Gesamtweltcup-Kristall – das Bild hat Seltenheitswert. 18 Jahre nach Paul Accola hats nun Carlo Janka geschafft. (AP)