Trainer Flatscher ist begeistert von Corinne Suter «Sie hat die gewissen Dinge ...»

Im Schatten von Lara Gut und Wendy Holdener macht sich Corinne Suter auf, die Ski-Welt zu erobern. Noch fehlen ihr dafür gewisse Puzzle-Teile.

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Auf leisen Sohlen und fast unbemerkt von der grossen Öffentlichkeit: Corinne Suter (22) näherte sich im letzten Winter mit grossen Schritten der Weltspitze.

Die zweifache Junioren-Weltmeisterin von 2014 zeigte vor allem in der Abfahrt starke Leistungen, von Gesamtrang 48 in der Vorsaison steigerte sie sich auf Platz 9, bei sechs Rennen raste die Schwyzerin in die Top 10.

Eine erstaunliche Leistung, scheitern Youngsters doch auf Speed-Strecken regelmässig an der mangelnden Erfahrung. 

Nun peilt Suter den nächsten Entwicklungsschritt an. Vielleicht schon in Lake Louise, wo sie 2015 in der zweiten Abfahrt völlig überraschend einen 6. Platz herausfuhr?

Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher ist von ihre Potential überzeugt: «Sie hat die gewissen Dinge, die man als Rennfahrerin haben muss, um vorne mitzumischen.»

Konkret gesagt: Suter glänzt mit Linieninstinkt, kann das Gelände gut lesen und besitzt ein unglaubliches Gefühl, die Ski laufen zu lassen.

Die Frage ist darum nicht ob, sondern nur wann Suter aufs Podest fahren wird. Doch genau darin liegt die Krux. Denn: Wegen ihrem enormen Ehrgeiz steht sich Suter bisweilen selbst im Weg.

Flatscher: «Sie braucht eine gewisse Gelassenheit. Es geht nicht immer gerade nach oben.» 

Bei Swiss Ski gibt man Suter die nötige Zeit. «Es ist ein Reifeprozess, den wir mit ihr mitmachen», sagt Flatscher. Dass dieser noch längst nicht abgeschlossen ist, zeigt sich beim zweiten Training für die Abfahrten von Lake Louise. Suter landet auf Platz 34.

Viele Fahrerinnen würden ein solches Ergebnis sofort abhaken, die sehr gläubige Innerschweizerin kann dies (noch) nicht.

Für ein kurzes Interview ist sie nicht zu haben, enttäuscht zieht sie von dannen.

Flatscher nimmt sie in Schutz: «Sie muss den schmalen Grat zwischen Lockerheit und Ehrgeiz noch finden. Gelingt es, werden wir noch viel Freude an ihr haben.»

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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