Svindal muss in Santa Caterina passen Fahnenträger Innerhofer im Training am schnellsten

Christof Innerhofer ist entfesselt. Beim Abfahrtstraining in Santa Caterina (It) fährt er die Konkurrenz in Grund und Boden. Carlo Janka kommt ihm zusammen mit Thomas Biesemeyer (USA) am nächsten.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Schon wieder das Knie Ski-Star Svindal muss Saison abbrechen!
2 Feuz-Trainer nach 1. Training «Beeindruckend, wie spielerisch Beat die...
3 «In der Kitzbühel-Woche schaue ich viel öfters aufs Handy» So leiden...

Ski

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?
teilen
teilen
4 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Vor einem Jahr stockt den Zuschauern der Atem: Bei der letzten Abfahrt des Jahres in Santa Caterina Valfurva (Veltlin) geht Innerhofer (32) auf tutti – wählt bei der Einfahrt in eine heikle Sprung-Kurven-Passage die direkteste aller möglichen Linien. Dabei attackiert er ein Tor dermassen, dass nicht nur die Torflagge an seinem Kopf hängenbleibt und ihm bei über 100 Stundenkilometern die Sicht verdeckt – auch eine Torstange bleibt hängen und wirbelt wild über seinem Rücken mit.

Als wär’ nichts geschehen – «Inner» fährt weiter. Irgendwann schüttelt der unfreiwillige «Fahnenträger» den bremsenden Balast ab. Und kreuzt die Ziellinie mit einem Kopfschütteln sensationell als Vierter.

Heute im Training für die Abfahrt vom Mittwoch ist Christof Innerhofer auf der Hochgeschwindigkeits-Strecke von Santa Caterina erneut der Fahnenträger. Nicht, weil er wieder eine Torflagge mit Stange über die Piste «schleickt» – sondern, weil er in der Abfahrer-Gilde sportlich zu vorderst den Ton angibt. Innerhofer nimmt «dem Rest der Welt» anderthalb Sekunden und mehr ab. Das Ösi-Trio, das ihm am nächsten kommt – Matthias Mayer, Hannes Reichelt und Otmar Striedinger – schafft das bloss dank Torfehlern.

Erfreulich: Carlo Janka, eigentlich nicht als Schnellfahrer bei den Trainings bekannt, rückt Innerhofer auf der regulären Strecke mit 1,75 Sekunden Rückstand zusammen mit US-Überraschung Thomas Biesemeyer am nächsten. Beat Feuz und Patrick Küng lassen es noch ruhiger angehen – mal schauen, was sie nach dem morgigen Super-G in der Abfahrt am Mittwoch dann zusätzlich «auspacken».

Nicht auf Innerhofer-Jagd macht sich Aksel Svindal. Zur Schonung seines im Frühjahr operierten Knies verzichtet die Norweger auf die Rennen in der Altjahres-Woche. Er verspüre wieder Schmerzen.

Zur Ehrenrettung aller von Innerhofer im Training Deklassierten: Die Italiener haben auf ihrer Veltliner-Heimstrecke natürlich in den letzten Tagen bereits intensiv trainiert.

Publiziert am 26.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
teilen
teilen
4 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • drafi  schweizer aus berg
    26.12.2016
    sind Sie vor Ort dass Sie wissen dass es zu wenig Schnee hat, und die Fahrer selber sind ja auch alt genug um zu Fahren oder nicht, es ist nicht mehr wie vor zwanzig Jahren wo man alles mit den Fahrern machen konnte, Heutzutage können die Fahrer auch Mitentscheiden ob £sie Fahren oder nicht
    • Bruno  Waldvogel aus Interlaken
      26.12.2016
      nein Herr Schweizer
      aber was,wenn ein Rennläufer trotz Fangnetzen neben der künstlich angelegten Piste landet uns sich schwer verletzt?
  • Hermann  Winter 26.12.2016
    Skifahren ist zu einem Sport wider die Natur geworden. Kürzlich in Gröden, jetzt in Santa Caterina: ein Rennen auf einem weissen Kunststreifen, umgeben von grün und braun. Es ist schlicht ein Witz.
  • Bruno  Waldvogel aus Interlaken
    26.12.2016
    Und die Ski-Weltcuprennen müssen trotz Schneemangel auf biegen und brechen durchgeboxt werden.
    Könnte ja dem Image der Veranstalter schaden.Und das auf Kosten der Gesundheit der Fahrer?
    Bleibt zu hoffen,dass keine schwere Unfälle in den kommenden(Adelboden,Wengen)Rennen passieren.
    Ansonsten MUSS man die verantwortlichen am Wickel packen!