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Nachdem BLICK gestern enthüllt hatte, dass Cheftrainer Mauro Pini und sein Speed-Chef Abplanalp nach einer Wodka-Nacht in Sotschi zum wiederholten Mal heftig aneinandergeraten waren, hat Swiss Ski reagiert: Abplanalp wurde per sofort freigestellt.
Doch die Abfahrerinnen gehen für den Berner Oberländer auf die Barrikaden. Fränzi Aufdenblatten zu BLICK: «Ich rede auch im Namen von meinen Kolleginnen Tina Weirather, Nadja Kamer, Martina Schild und Lara Gut, wenn ich sage, dass Stef für uns wichtiger ist als Mauro. Darum werden wir alles daran setzen, dass er wieder unser Trainer wird.» Die Abplanalp-treuen Girls teilten das Pini gestern Abend auch genau so mit.
Abplanalp ist sich sicher, dass ihm sein ganz besonderer Draht zu den Fahrerinnen zum Verhängnis wurde: «Weil Mauro gespürt hat, dass ich in der Mannschaft grössere Akzeptanz habe als er, hat er mit einem ganz miesen Spiel begonnen. Er wollte mich loswerden.»
Dieses «miese Spiel» ging gemäss dem Meiringer vor acht Tagen in die entscheidende Phase. Bevor der Lebensgefährte von Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden letzte Woche seine Dienstreise nach Russland antrat, musste er in der Swiss-Ski-Zentrale in Muri bei Bern antraben. Dort wurde er von Leistungssport-Chef Dierk Beisel offiziell verwarnt. Hintergrund: Pini hatte sich nach der Abfahrt in Garmisch darüber beklagt, dass Abplanalp zuerst unentschuldigt einer Trainer-Sitzung ferngeblieben und dann stark alkoholisiert zur Sitzung mit den Fahrerinnen erschienen sei.
Abplanalp wehrt sich: «Das entspricht nicht der Wahrheit.» Seine Sicht der Dinge: «Diese Trainersitzung wurde am Vorabend auf 18.30 Uhr angesetzt, als wir noch nicht wissen konnten, dass wir mit Nadja Kamer und Tina Weirather zwei Fahrerinnen bei der Siegerehrung haben. Als Nadja und Tina dann auf den zweiten und dritten Rang fuhren, war für mich sofort klar, dass ich zusammen mit den Assistenztrainern den beiden bei der Siegerzeremonie die Ehre erweise.»
Abplanalp behauptet, er habe sich per SMS bei Pini für die Sitzung abgemeldet. «Mauro hat mir sogar relativ schnell geantwortet, dass das in Ordnung gehe. Daraufhin haben wir tatsächlich mit einem Bier auf den Erfolg angestossen. Aber bei der Athletensitzung war ich ganz sicher nicht betrunken.»
Gleichzeitig legt der Berner Oberländer Wert auf die Feststellung, dass er auch bei der Wodka-Party in Sotschi nicht zu tief ins Glas geschaut habe. «Ich bin an diesem Abend ziemlich früh aufs Zimmer gegangen, weil ich noch mit meiner Freundin skypen wollte. Trotzdem wollte mich Pini am nächsten Tag für das Saufgelage verantwortlich machen. Und wenn ihm die Fahrerinnen nicht mit einem Boykott gedroht hätten, hätte er mich schon damals nach Hause geschickt.»
Gestern Abend musste er nun endgültig die Heimreise antreten. Aber bevor «Stef» in Bulgariens Hauptstadt Sofia den Flieger nach Zürich betrat, warf er noch eine ordentliche Portion Dreck in Richtung seines Intimfeindes: «Mauro predigt Wasser, obwohl er früher selber Wein getrunken hat. In der Szene ist bekannt, dass er vor Jahren im finnischen Levi derart betrunken war, dass er auf der Strasse
liegen geblieben ist. Aber seit er nach einer Herpeserkrankung einen Leberschaden erlitten hat, markiert er den Saubermann.»
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