Zoff bei Swiss Ski eskaliert: Speed-Trainer Abplanalp gefeuert Ski-Girls gehen auf die Barrikaden

Weil Stefan Abplanalp den Hahnenkampf gegen Mauro Pini verloren hat, fliegen im «Hühnerstall» von Swiss Ski jetzt die Fetzen!

  • Publiziert: 20.02.2012, Aktualisiert: 21.02.2012
  • Von Marcel W. Perren

Nachdem BLICK gestern enthüllt hatte, dass Cheftrainer Mauro Pini und sein Speed-Chef Abplanalp nach einer Wodka-Nacht in Sotschi zum wiederholten Mal heftig ­aneinandergeraten waren, hat Swiss Ski reagiert: Abplanalp wurde per sofort freigestellt.

Doch die Abfahrerinnen gehen für den Berner Oberländer auf die Barrikaden. Fränzi Aufdenblatten zu BLICK: «Ich rede auch im Namen von meinen Kolleginnen Tina Weirather, Nadja Kamer, Martina Schild und Lara Gut, wenn ich sage, dass Stef für uns wichtiger ist als Mauro. Darum werden wir alles daran setzen, dass er wieder unser Trainer wird.» Die Abplanalp-treuen Girls teilten das Pini gestern Abend auch genau so mit.

Abplanalp ist sich sicher, dass ihm sein ganz besonderer Draht zu den Fahrerinnen zum Verhängnis wurde: «Weil Mauro ­gespürt hat, dass ich in der Mannschaft grössere Akzeptanz habe als er, hat er mit einem ganz miesen Spiel begonnen. Er wollte mich loswerden.»

Verwarnung vor einer Woche

Dieses «miese Spiel» ging gemäss dem Meiringer vor acht Tagen in die entscheidende Phase. Bevor der Lebensgefährte von Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden letzte Woche seine Dienstreise nach Russland ­antrat, musste er in der Swiss-Ski-Zentrale in Muri bei Bern antraben. Dort wurde er von Leistungssport-Chef Dierk Beisel offiziell verwarnt. Hintergrund: Pini hatte sich nach der Abfahrt in Garmisch darüber beklagt, dass Abplanalp zuerst unentschuldigt einer Trainer-Sitzung ferngeblieben und dann stark alkoholisiert zur Sitzung mit den Fahrerinnen erschienen sei.

Abplanalp wehrt sich: «Das entspricht nicht der Wahrheit.» Seine Sicht der Dinge: «Diese Trainersitzung wurde am Vorabend auf 18.30 Uhr angesetzt, als wir noch nicht wissen konnten, dass wir mit Nadja Kamer und Tina Weirather zwei Fahrerinnen bei der Siegerehrung haben. Als Nadja und Tina dann auf den zweiten und dritten Rang fuhren, war für mich sofort klar, dass ich zusammen mit den Assistenz­trainern den beiden bei der Siegerzeremonie die Ehre erweise.»

Abplanalp behauptet, er habe sich per SMS bei Pini für die ­Sitzung abgemeldet. «Mauro hat mir sogar relativ schnell geantwortet, dass das in Ordnung gehe. Daraufhin haben wir tatsächlich mit einem Bier auf den Erfolg angestossen. Aber bei der Athletensitzung war ich ganz sicher nicht betrunken.»

Alkohol-Vorwurf an Pini

Gleichzeitig legt der Berner Oberländer Wert auf die Feststellung, dass er auch bei der Wodka-Party in Sotschi nicht zu tief ins Glas geschaut habe. «Ich bin an diesem Abend ziemlich früh aufs Zimmer gegangen, weil ich noch mit meiner Freundin skypen wollte. Trotzdem wollte mich Pini am nächsten Tag für das Saufgelage verantwortlich machen. Und wenn ihm die Fahrerinnen nicht mit einem Boykott gedroht hätten, hätte er mich schon damals nach Hause geschickt.»

Gestern Abend musste er nun endgültig die Heimreise antreten. Aber bevor «Stef» in Bul­gariens Hauptstadt Sofia den Flieger nach Zürich betrat, warf er noch eine ordentliche Portion Dreck in Richtung seines Intimfeindes: «Mauro predigt Wasser, obwohl er früher selber Wein ­getrunken hat. In der Szene ist bekannt, dass er vor Jahren im finnischen Levi ­derart betrunken war, dass er auf der Strasse

liegen ­geblieben ist. Aber seit er nach einer Herpeserkrankung einen Leberschaden erlitten hat, markiert er den Saubermann.»

Dürfen Trainer auch mal über den Durst trinken?»

Kommentare (21)

  • Daniel  Müller , Thun
    Wie lange darf Pini noch weiter zerstören? Meiner Meinung nach hat er noch gar nichts richtig gemacht. Wo bitte ist die SL-Gruppe hin? Als Platzhalter und für den Schutz der Jungen waren "die unglücklichen, alten Weiber" Zitat Hofmänner von hoher Bedeutung. Und schnell konnten sie auch sein. Ich erinnere mich an Laufbestzeiten einer gwissen Pontresinerin. Tschuor weg, Bösch weg, Aplanalp weg. Ich verstehe nichts mehr!
    • 21.02.2012
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  • Benjamin  Floriani , Fällanden
    Und immer wieder das gleiche:Kaum haben sie einen höheren Posten,wird dieser gnadenlos ausgenützt! Ein Cheftrainer ist immer nur so gut wie sein Staff und einen "Diktator" kann man in einem Sport wie Skiracing auf keinen Fall gebrauchen! Ein Cheftrainer ist dazu da um seinem Staff den Rücken frei zu halten! Von anderen Skinationen hört man über die einzelnen Disziplinentrainer nie etwas nagatives. Warum werden unsere Mädels mit ihrem Cheftrainer wohl nie Freunde,warum wohl?????
    Beni
    • 21.02.2012
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  • Charly - Fridolin  Reither , Gamprin
    Trainer sind auch Menschen, Ihr Job wird meistens unterschätzt, Monatelanges Reisen, immer in Hotels keine Freizeit und kein Freiraum, aber auch kein Familienleben.- Pini ist überfordert, und kann Business nicht von Privatem unterscheiden. - Abplanalp hat sich sonst noch nie etwas zu schulden kommen lassen, und ist ein guter und bei dem Team ein beliebter Trainer, was Pini von sich nicht sagen kann.Stefab muss z6urück zu seinen "Mädels"
    • 21.02.2012
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  • Renato  Wyss , Wallisellen
    Es wäre doch wünschenswert wenn sich diese "Ski Girls" auf das Skifahren konzentrieren würden - vielleicht kämen dann auch bessere Resultate zustande! Wer weiss?
    • 21.02.2012
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  • andi  Matata
    Solche Mätzchen sind auch in der Privatwirtschaft, Verpflegungsautomaten Branche, usus.
    • 21.02.2012
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