Morgen geht es in Russland weiter mit einer Super-Kombination. Für alle Skisport-Fans kann aber gleich der Ticker gewechselt werden, in Andorra tragen die Damen einen Slalom aus - und gleichzeitig eine Premiere. Erstmals gastiert der Weltcup im Zwergstaat der Pyrenäen.
Die Bilanz ist gut, darf als geglückt bezeichnet werden. Nicht nur die formidable Fahrt von Feuz stimmt zuversichtlich. Carlo Janka gelang mit Rang 5 ein kleiner Befreiungsschlag, ein gutes Ergebnis für den von Rückenproblemen geplagten Bündner. Défago fährt auf Rang 10, Cuche wird Zwölfter und hat weiterhin alle Chancen auf die kleine Kristallkugel. Einzig Hoffmann und Zurbriggen kamen nicht auf Touren.
Beat Feuz gewinnt die Olympiahauptprobe von Sochi 2014! Der Schweizer macht sich selbst ein Geburtstagsgeschenk und verweist den unbekannten, ebenfalls 25-jährigen Kanadier Benjamin Thomsen auf Rang 2. Der dritte Podestplatz geht an Adrien Théaux aus Frankreich.
Dominik Paris
Paris hält den Rückstand in Grenzen oben, jetzt kommt sein Terrain. Doch ein kurzer Quersteller, da büsst er an Tempo ein. Der Italiener fährt noch um ein gutes Ergebnis, das Podest ist aber weg. Rang 11 im Ziel, das ist ok.
Dominik Paris
Mit Rang 15 war Paris der beste Italiener letztes Wochenende. Der Newcomer fährt immer wieder in die Punkteränge und etabliert sich langsam aber sicher im Weltcup.
Stephan Keppler
Die Speedhoffnung des DSV-Teams fährt momentan mit angezogener Handbremse. In Chamonix fuhr er nur knapp in die Weltcuppunkteränge. Er muss an das Formhoch vom Anfang der Saison anknüpfen, um mit den anderen Speedfahrern mithalten zu können. Er verzichtet aber auf den Start.
Ambrosi Hoffmann
Wieder kriegt "Amba" ein schönes Päckchen aufgeladen. Der Davoser kommt weiter nicht auf Touren, bald dürfte sich die Frage nach dem Karrierenende stellen. Hoffmann verliert über vier Sekunden, das ist ein gewaltiges Handicap! Da wird er gar um Weltcuppunkte zittern müssen, er ist das neue Schlusslicht!
Ambrosi Hoffmann
Der erfahrene Davoser ist schon seit 16 Jahren im Weltcup mit dabei! Er kennt dadurch so ziemlich jede Piste in und auswendig. Sotschi ist aber auch für ihn Neuland.
Benjamin Thomsen
Ist er ein Crazy Canuck? Er gibt einfach Gas, lässt es rattern und flattern. Der junge Kanadier beweist fahrerische Qualitäten, steuert in Richtung Top 10. Thomsen ist auf Kurs, auch wenn keine Gefahr für Feuz. Mit Rang 2 wird er mehr als zufrieden sein!
Benjamin Thomsen
Thomsen fuhr letztes Wochenende auf den 5. Platz und erzielte damit sein bisher bestes Weltcupergebnis. Der noch junge Kanadier, der erst seit 2010 im Weltcup dabei ist, sorgte damit für eine super Leistung des kanadischen Teams: 3 Fahrer unter den ersten 5!
Georg Streitberger
Überraschend grosser Zeitverlust in den Super-G ähnlichen und auf ihn zugeschnittenen Passagen. Riesiger Satz über den ersten Sprung, er muss etwas die Richtung korrigieren. Streitberger kann aber seine Trainingsbestzeit nie und nimmer wiederholen. Er ist auch geschlagen, Rang 17.
Georg Streitberger
Streitberger verpasste mehr als die Hälfte der letzten Saison aufgrund einer schweren Verletzung. Er ist nun wieder zurück und probiert, auch in der Abfahrt wieder Fuss zu fassen, obwohl er eigentlich im Super-G zu Hause ist, doch die beiden Disziplinen sind nicht weit voneinander entfernt.
Silvan Zurbriggen
Die Piste in Russland ist keine Liebesbeziehung für Silvan Zurbriggen. Der Walliser war in allen Trainings geschlagen, auch im Rennen gibt es keine Steigerung. Grosse Fehler sind nicht zu erkennen, doch er fährt einfach mit zuviel Druck in jeder Kurve. Die Abstimmung passt nicht. Zurbriggen klassiert sich auf Rang 22.
Silvan Zurbriggen
Zuletzt wollte sich Silvan Zurbriggen vermehrt auf die Speeddisziplinen konzentrieren, doch ein richtiger Rettungsanker ist es nicht. In Chamonix gab es nur gerade drei Punkte, da spühlt die Super-Kombination mehr Zählbares ein.
Max Franz
Franz kann den Druck durch die weiten Tore nicht wegnehmen, bringt kein Gefühl für die Radien auf den Schnee. Das kostet Zeit, der Kanteneinsatz ist zu stark. Der Österreich landet auf Rang 18.
Max Franz
Erst seit letzter Saison nimmt Franz wieder regelmässig an Weltcuprennen teil. Ein Kreuzbandriss in der Saison zuvor setzte ihn lange Zeit ausser Gefecht. Auch schon in seinen Jugendjahren wurde er durch einen Oberschenkeltrümmerbruch weit zurückgeworfen. Doch die Teilnahme am Weltcup scheint ihm bis jetzt gut zu gelingen.
Mario Scheiber
Beste Zwischenzeit für Mario Scheiber oben! Das Rennen ist noch längst nicht gelaufen. Der Österreicher büsst in der Folge wieder Zeit ein. Scheiber drückt es nach hinten, er verliert an Linie. Dafür strahlt die Sonne, er hat beste Sicht. Die verlorene Distanz kostet aber viel Zeit, über eine Sekunde. Scheiber ist mit Rang 19 deutlich geschlagen.
Mario Scheiber
Der Österreicher musste im Weltcup schon viele verletzungsbedingte Comebacks feiern: 4 Mal in 9 Jahren. Auch diese Saison begann er wegen Rückenschmerzen später als geplant.
Klaus Kröll
Kröll schlägt sich in seinem nicht geliebten technischen Teil ganz ansprechend, auch wenn alles nicht sauber aussieht. Der Österreicher greift an, will ein Wörtchen um den Tagessieg und die kleine Kristallkugel mitreden. Kröll verliert im Vergleich zur Konkurrenz im Mittelstück weniger, ist auch von der Körperposition her kompakt. Im Ziel leuchtet Rang 7 auf, ganz unten verliert er noch gewaltig.
Klaus Kröll
Der Österreicher stand wie auch Cuche - einer seiner größten Konkurrenten dieser Saison - in der Hälfte aller Abfahrtsrennen auf dem Podest. Darunter war auch ein Sieg in Chamonix. Kröll wird alles daran setzen, den Rückstand auf Cuche im Abfahrtsweltcup so gering wie möglich zu halten.
Bode Miller
Bärenstark Bode Miller! 0,42 Sekunden Vorsprung bei der ersten Zwischenzeit, er zeigt grosses Ski-Kino! Der Amerikaner bringt Feuz jetzt in Bedrängnis. Wie sieht es im unteren Bereich aus? Sofort nimmt er die Arme wieder vor den Körper, doch auch er kann mit Feuz nicht mithalten in diesem Abschnitt! Der Vorsprung schmilzt gewaltig! Im Ziel ist es ein Rückstand, Rang 3. Hauchdünn vor Carlo Janka.
Bode Miller
Die letzte Abfahrt beendete Miller auf dem 8. Rang. In Chamonix (Super-Kombination) schied er aus. Um noch Chancen im Abfahrtsweltcup zu haben, muss ein Podestplatz her. Das Zeug dazu hat er auf alle Fälle.
Didier Cuche
Im Training soll Cuche nie am Limit gefahren sein. Jetzt packt ihn der Rennhund, kann aber nicht mit Feuz mithalten. Linienmässig ist wieder alles wie auf Schienen. Cuche fliegt wie kein anderer über die Sprünge, da ist er der Beste. Feuz war im flächeren Teil aber einfach eine Klasse für sich. Cuche landet auf Rang 8, das ist für ihn eine Enttäuschung.
Didier Cuche
Was kann Cuche in seiner letzten Saison noch alles erreichen? Der Sieg des Abfahrtsweltcups zum Abschluss liegt als momentan Führender ohne weiteres drin! In der Hälfte aller Abfahrten dieser Saison stand Cuche auf dem Podest. Er muss heute versuchen, den Vorsprung auf Klaus Kröll (Zweiter im Abfahrtsweltcup) zu halten oder sogar auszubauen.
Erik Guay
Wer mit Feuz mitfahren will, braucht oben ein Polster. Der Kanadier büsst Zeit ein, im Mittelteil fährt er ebenfalls nichts heraus. Erik Guay kämpft auch mit wechselnden Lichtverhältnissen. Der Rückstand im Ziel ist gewaltig, Feuz bleibt ungefährdet und Guay wird enttäuschender Zehnter.
Erik Guay
Der Weltmeister kommt immer mehr in Fahrt. Mit zwei Abfahrtspodestplätzen innerhalb einer Woche wird der Kanadier seinem Weltmeistertitel immer mehr gerecht.
Hannes Reichelt
Reichelt baut eine gewisse Sicherheit in seine Fahrt an jener Stelle, wo er im Training die Tore verpasste. Er ist oben klar der Schnellste! Weite Wege danach, dann der Kampf mit den Schlägen. Grosser Vorsprung auf Beat Feuz bei Rennhälfte! Zu stark schneidet er über eine Welle rein, doch er hat Platz zum korrigieren. Das ist eine starke Fahrt des Österreichers, auch wenn das Polster jetzt weg ist! Reichelt wird unten noch deklassiert, Rang 6.
Hannes Reichelt
Hannes Reichelt ist ein weiterer Österreicher, der konstant für eine gute Leistung des österreichischen Teams sorgt. In den Trainings stellte er zwei Mal die Bestzeit auf - allerdings immer mit Torfehlern.
Romed Baumann
Baumann liegt nach dem Accola-Valley gleichauf mit Feuz, doch kann der Österreicher auch unten so schnell fahren? Baumann schleicht um die Stangen, sein Stil ist schwer einzuschätzen. Der Rückstand wächst auf vier Zehntel, jetzt greift er mit der linken Hand in den Schnee. Baumann ist geschlagen, im Ziel beträgt der Rückstand über eine Sekunde, Rang 8.
Romed Baumann
Baumann ist gut in Form: In Chamonix letztes Wochenende gewann er die Super-Kombination und wurde Zweiter in der Abfahrt. Ein erfolgreicheres Wochenende kann man sich fast nicht wünschen. Obwohl der Österreicher ursprünglich aus dem Riesenslalom kommt, scheint das Element der Geschwindigkeit für ihn kein Hindernis darzustellen.
Beat Feuz
An seinem 25. Geburtstag zeigt er einen ansprechenden Starthang, ist aber trotzdem um vier Zehntel hinten bei der ersten Zwischenzeit. Es rattert mächtig oben, Feuz verliert weiter an Zeit. Dabei fährt er eine absolute Kampflinie, hat unglaublich hohes Tempo. Ja, dreht die Zeit, stark! Feuz ist im Ziel um 0,59 Sekunden schneller, was für ein starker zweiter Teil!
Beat Feuz
Ein super Saisonstart des Schweizers, doch momentan lassen die guten Resultate in der Abfahrt auf sich warten. Der letzte Podestplatz und damit auch Sieg gelang ihm vor gut einem Monat in der traditionsreichen Abfahrt in Wengen.
Andrej Sporn
Der Slowene lässt es rattern, er ist bekannt für wilde Fahrten. Die Olympiapiste ist aber definitiv nicht sein Ding. Überdreht in der Kompression, muss kämpfen um die Kurve zu kriegen. Andrej Sporn fliegt unglaublich weit, hier müsste man vielleicht vorspringen. Im Ziel gibt es Rang 10.
Andrej Sporn
Sporn ist der Hoffnungsträger des kleinen slowenischen Teams. Er ist schon lange im Weltcup dabei und immer wieder in den Top 10/15 anzutreffen. Auch heute wieder?
Joachim Puchner
Der erste Österreicher taucht mit Rückstand bei den ersten Zwischenzeiten auf. Puchner galt nach den starken Trainings als erster heisser Kandidat, kann die Leistungen aber nicht mehr bestätigen. Im Mittelteil fährt er zwar wieder eine halbe Sekunde heraus, die perfekte Fahrt ist die aktuelle Bestzeit also noch nicht. Puchner springt über die Schanzen weit, hat viel Tempo. Im Ziel Platz 3.
Joachim Puchner
Regelmässige, gute Leistungen führen dazu, dass Puchner sich den zurzeit 10. Rang im Abfahrtsweltcup sichern kann. Der Österreicher gehört erst seit letztem Jahr dem Österreichischen Nationalteam an.
Aksel Lund Svindal
Svindal verschlägt es den Aussenski, doch der Norweger hat die Klasse um diesen kleinen Zwischenfall locker aufzufangen. Oben verliert er schon sehr viel Zeit, Svindal ist kein Siegeskandidat. Unten hinaus dreht er auf, holt wieder leicht auf. Er wird Fünfter, direkt hinter Défago.
Aksel Lund Svindal
Der Start in die Saison des routinierten Norwegers sah viel versprechend aus. Doch momentan läuft es für Svindal nicht mehr optimal. Vor allem in der Abfahrt erhofft er sich sicherlich mehr.
Johan Clarey
Clarey kassiert mächtig Zeit aufgeladen im Vergleich mit seinem Landsmann Théaux. Optisch stimmt alles. Jetzt ein blöder Fehler, ein Flüchtigkeitsfehler. Clarey kann die Trainingsleistungen nicht wiederholen, ist klar geschlagen mit Rang 6.
Johan Clarey
Was kann man von Johan Clarey erwarten? Recht viel, einen Platz in den Top 10. Er ist der konstanteste Franzose in diesem Winter, wusste sowohl in Kitzbühel, Garmisch und Chamonix zu überzeugen.
Didier Défago
Défago liegt schon oben eine halbe Sekunde zurück. Im Training war er mit dem Material unzufrieden, oben ist der Rückstand aber eher auf fahrerische Probleme zurückzuführen. In den schnelleren Passagen dreht er die Zeit in einen Vorsprung, heute passt das Material also. Défago kämpft etwas mit der Hockeposition, wieder geht Zeit verloren. Rang 4 mit einer halben Sekunde Rückstand.
Didier Défago
Nun wartet Didier Défago im Starthaus auf seinen Einsatz. Konzentrierter Blick auf die Piste, das Bereitstellen der Stöcke, kräftiges Abstossen und auf geht's!
Jan Hudec
Der starke Gleiter hat mit den Radien im Startteil seine liebe Mühe. Knapp erreicht er das Tor noch, immer wieder wird er abgetrieben. Das kostet Zeit. Es ist ein Kampf von oben bis unten, der Weg um jedes Tor recht weit. Hudec kassiert über eine Sekunde aufgepackt. Dazu verschlechtert sich die Sicht immer stärker, dunkle Wolken ziehen rasch auf. Im Ziel klassiert er sich auf Rang 5.
Jan Hudec
Der Kanadier überraschte in Chamonix mit dem Sieg in der Abfahrt. Er verwies damit Romed Baumann, den bis dahin sicher geglaubten Sieger, und seinen Landsmann Erik Guay auf die Plätze zwei und drei. Für Hudec ist es eine Bestätigung, nachdem er lange Zeit im Nor-Am Cup fuhr und eine Erleichterung für das kanadische Team.
Christof Innerhofer
Die eisige Piste ist das Gelände für Innerhofer. Weiter Weg in einer Kurve, springt hart auf die Skier und sofort löst sich der Aussenski! Innerhofer kann sich retten, fährt auf einem Ski und ohne Sturz weiter. Natürlich ist er ausgeschieden, doch die Rettung war stark.
Christof Innerhofer
Der Südtiroler ist nach seinem Trainingssturz zu Beginn der Saison noch nicht hundertprozentig wieder in Topform. An das Formhoch während der Weltmeistermeisterschaft kommt er nicht heran. Der dritte Platz in Wengen ist da auf die gute Tagesform zurückzuführen.
Adrien Théaux
Bis nach dem Mittelstück ist Adrien Théaux hauchdünn hinter Janka, die beiden liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen. Der Franzose dreht den kleinen Rückstand in einen hauchdünnen Vorsprung kurz vor dem Ziel. Sechs Hundertstel sprechen im Ziel für den Franzosen.
Adrien Théaux
Der Franzose erwischte in der Abfahrt von Chamonix einen schlechten Tag. Normalerweise platziert er sich in den Top 15 oder sogar Top 10. Mit Johan Clarey, Guillermo Fayed und Yannick Bertrand hat das französische Team eine Reihe von Fahrern, die gute Leistungen erbringen.
Carlo Janka
Beste erste Zwischenzeit für den Bündner, er beweist seine technische Klasse. Janka fährt hervorragend im oberen Teil, der erste Sprung passt auf den Zentimeter. Jetzt muss Janka auch Gefühl auspacken, die Radien werden länger. Der Schweizer baut seinen Vorsprung aus! Ist das der Befreiungsschlag nach der Saison mit vielen Rückschlägen? Der Vorsprung schmilzt... Im Ziel reicht es zur Bestzeit!
Carlo Janka
Die Bestform hat Janka in dieser Saison noch nicht gefunden. Rückenprobleme werfen ihn immer wieder zurück und erschweren ihm das konsequent konzentrierte Verhalten in einer Abfahrt. Kann er heute mal wieder in die Top 15 fahren?
Kjetil Jansrud
Jansrud entspricht der obere Teil, er legt auch gleich einen starken Start hin und nimmt Fill eine halbe Sekunde ab. Die technischen Anforderungen kommen dem Norweger entgegen. Doch wie schlägt er sich unten? Das Material passt, die Bestzeit ist pulverisiert!
Kjetil Jansrud
Kjetil Jansrud irgendwelche Chancen zuzuschreiben, wäre vermessen. Doch der Norweger nimmt ein erstes Mal einen Augenschein von den Olympiastrecken, wo er in zwei Jahren dann gerade im Riesenslalom triumphieren möchte.
Peter Fill
Schon ganz oben wird er von einer Welle leicht abgehoben, kann die Ideallinie nicht halten. Fill hat sich mit der Strecke nicht anfreunden können, er krallt sich zu fest im technischen Abschnitt. Sobald er die Stöcke unter die Arme nehmen kann, schmilzt der Rückstand - er ist bei Streckenhälfte dabei. Über die Sprünge holt er Zeit heraus, im Gleitstück baut er Tempo auf. Fill stellt eine neue klare Bestzeit auf.
Peter Fill
In Chamonix kam Fill nicht über Rang 24 hinaus. Er lag zwei Sekunden hinter dem Sieger Hudec. Der routinierte Italiener, der schon seit 10 Jahren im Weltcup dabei ist, muss sich etwas einfallen lassen, um wieder vorne mitzufahren.
Erik Fisher
Erik Fisher landet in den Fangnetzen! In einer Linkskurve schlägt es ihm die Skier zusammen, die Bindung des Aussenskis öffnet sich und der Amerikaner liegt im Schnee. Er sieht aus wie ein Schneemann, gibt aber Entwarnung und steht bereits wieder.
Erik Fisher
Erik Fisher, der Gleiter? Der Amerikaner hat in Chamonix zwei Mal mit Rang 12 gepunktet, zuvor aber nie die Top 30 erreicht. Auch Sotschi könnte Fisher also entsprechen, er wird aber in den Flachstücken Zeit herausholen müssen.
Guillermo Fayed
Fayed kann im Mittelstück, dort wo Ganong seine kleinen Fehler hatte, Zeit herausfahren. Der Franzose zieht in tiefer Hocke über die Sprünge, kurz von der Ziellinie etwas von der Linie weg. Doch im Ziel ein klarer Vorsprung.
Guillermo Fayed
Herausforderungen scheinen das Ding von Guillermo Fayed. Der Franzose konnte in Beaver Creek überzeugen, auf der als einfach geltenden Abfahrt von Chamonix dagegen gar nicht. Wie kommt er mit den engen Radien in Russland zu recht?
Travis Ganong
Ganong versucht die technisch schwierigen Kurven auf Zug zu fahren, sieht alles deutlich besser aus als bei Bertrand zuvor. Der Vorsprung für den Amerikaner wird immer grösser. In der Kompression verschlägt es ihm kurz den Aussenski, aber kein Problem. Es folgt ein Anhänger, der Vorsprung schmilzt. Der Amerikaner zeigt eine risikofreudige Fahrt, die kleinen Schnitzer kosten ihn keine Zeit, grosser Vorsprung im Ziel.
Travis Ganong
Der junge Amerikaner konnte die Saison mit einer neuen Bestleistung starten: Er wurde in Kitzbühel Zwölfter. Ganong startet fast nur noch im Weltcup und gibt eine gute Form ab.
Yannick Bertrand
Der Start ist extrem steil, sofort kommen die Fahrer auf Tempo. Es folgen einige Super-G ähnliche Tore, Bertrand überdreht leicht. Hier ist die technische Anforderung hoch. Bertrand kann fast nie die Stöcke unter die Arme nehmen. Darauf folgen die Sprünge und eine Kompression mit einer leichten Fahrt bergauf. Das wellige Gelände verlangt eine gute Besichtigung. Der Zielsprung geht nochmals weit.
Yannick Bertrand
Yannick Bertrand rast als erster Fahrer diese Strecke unter Wettkampfbedingungen auf höchstem Niveau runter. Der Franzose ist somit eine Art von Vorfahrer für die restlichen Starter.
Das Wetter ist gut, leicht bewölkt mit durchdrückender Sonne. Die Piste ist in hartem, eisigem Zustand - schlicht hervorragend. Im Skigebiet von Olympia 2014 herrschen aktuell Temperaturen von -16° Celsius.
Erstmals wird im russischen Sochi ein Weltcuprennen durchgeführt. Im Vorjahr wurde die Strecke mit Europacup-Rennen eingeweiht. Über 3,5 Kilometer wird den Fahrern viel abverlangt, die Olympia-Abfahrt ist von Bernhard Russi gebaut worden. Es gibt vier ganz grosse Sprünge mit über 50 Metern, schwierige Kurven und einige Gleiterpassagen.
Hannes Reichelt hat sich in die Favoritenrolle gefahren, auch wenn er die Trainingsbestzeiten jeweils mit Torfehlern aufstellte. Georg Streitberger tauchte mit Bestzeit im dritten Training ebenfalls vorne auf, dazu kommen die üblichen Kandidaten wie Klaus Kröll oder die beiden Schweizer Cuche und Feuz.
Die Schweiz ist mit einigen Trümpfen in Russland am Start, Cuche und Feuz sind die meistgenannten Namen. Didier Defago, Silvan Zurbriggen, Ambrosi Hoffmann oder Carlo Janka jagen ebenfalls Weltcuppunkte. Nicht am Start stehen Patrick Küng, nach seinem Trainingssturz, und Marc Gisin, ihn zwickt es im Rücken
Obwohl sich Klaus Kröll und Didier Cuche einen heissen Kampf um den Gewinn der Abfahrts-Kristallkugel liefern, sind für INTERWETTEN.COM die Rollen klar verteilt: Der Schweizer ist Favorit, während der Österreicher ''nur'' eine Siegesquote von 1:12 aufweist.
Herzlich willkommen in Sochi zur Abfahrt der Herren.