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Vor zwei Jahren in Are begann es mit der Bronzemedaille von Bruno Kernen im Super-G, der so das Terrain zu einer gelungenen Kampagne mit sechs Medaillen ebnete. 2005 hingegen war der Auftakt an der WM in Bormio mit einem Fehlstart weniger erfreulich, am Ende stand die Schweiz ohne Medaille da.
Der heutige WM-Auftakt mit dem Super-G der Frauen lässt Böses erahnen, denn die Schweizerinnen müssen sich klar geschlagen geben. Dabei waren die Vorzeichen sehr gut: In den vier Super-G der Saison waren die Schweizerinnen dreimal mit mindestens einer Fahrerin auf dem Podest vertreten.
Waren die Erwartungen zu hoch?
Besonders auf Lara Gut war das Augenmerk gerichtet. Unser grösstes Ski-Talent wurde am Ende 7. und damit beste Schweizerin. Die 17-Jährige meinte nach dem Rennen: «Die Sicht war nicht optimal, es war eine sehr schwierige Fahrt. Meine Fahrt war furchtbar, ich habe viele Fehler gemacht! Jetzt will ich wenigstens in der Super-Kombi Gas geben. Mit meinem 7. Rang bin ich aber als 17-Jährige zufrieden!»
Die zweite grosse Hoffnungsträgerin war Fabienne Suter: Die Innerschweizerin war aber nach dem Russi-Terminal geschlagen, musste einen unglaublichen Umweg nehmen und sogar aufwärts fahren. Am Ende reichte es nur für Platz 11. Suter traurig:«Ich habe sicherlich mehr erwartet. Ich war verunsichert, so viele Fahrerinnen sind vor mir ausgeschieden, die Fahrt war nicht gut.» Andrea Dettling und Fränzi Aufdenblatten sind hingegen gar nicht im Ziel angekommen. Dettling erhielt im Russi-Terminal einen Schlag und fiel aus dem Rennen, Aufdenblatten hob im Mittelteil zu hoch ab und verpasste das Tor vor den Augen von Cheftrainer Hugues Ansermoz.
Vonn holt sich Gold
Gold holte sich Lindsey Vonn und war überglücklich:«Alle von den Top 7 waren nicht gut. Ich bin aber die richtige Linie gefahren, war mental sehr stark. Ich wusste genau, wie ich mit diesem schwierigen Kurs umgehen musste!»
Für die grosse Überraschung sorgte Marie Marchand-Arvier. Die Französin hatte (bei noch besserer Sicht) mit der Nummer 2 eine Zeit vorgelegt, an der bis auf Vonn sämtliche Gegnerinnen scheiterten. Die Französin hat allerdings nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Die Ehre der Österreicherinnen rettete Andrea Fischbacher, die Grosscousine von Hermann Maier, mit der Bronzemedaille.
Lindsey Vonn holt Gold im Super-G. Der Jubel ist grenzenlos.- Keystone