Schwarzes Wochenende in Adelboden Jetzt hofft die Ski-Nation auf den Wengen-Exploit

Nach der mageren Ski-Kost in Adelboden blickt die Nation jetzt nach Wengen. Dort nährt Carlo Janka die Hoffnungen auf ein tolles Wochenende.

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So wütend wie am Samstag hat man Swiss-Ski-General Urs Lehmann noch selten erlebt. «Ich bin stinksauer! Mehr möchte ich zu diesem Ergebnis nicht sagen, ansonsten entsteht ein  Kollateralschaden», giftet der Abfahrts-Weltmeister von 1993, nachdem im Chuenisbärgli-Riesenslalom mit Manuel Pleisch als 23. nur ein Schweizer in den Punkterängen landet.

Auch das gestrige Slalom-Ergebnis dürfte Lehmanns Laune nur geringfügig verbessert haben. Daniel Yule (23)  fährt als Achter zwar sein drittes Top-Ten-Ergebnis in dieser Weltcup-Saison ein, seinen ersten Podestplatz verpasst der Walliser aber um eine knappe Sekunde. Immerhin hat der Unterwalliser dafür gesorgt, dass unsere diesjährige Adelboden-Bilanz auf tiefen Niveau ein bisschen besser ausgefallen ist als im Winter 2015.

Damals war Luca Aerni (gestern ausgeschieden) als 19. der «schnellste» Schweizer im Slalom, Carlo Janka war im Riesenslalom als 21. der «beste» Ski-Genosse.

Janka lässt hoffen

Doch eine Woche nach diesem Debakel erlebten wir in Wengen ein glorreiches Wochenende. Janka siegte am Lauberhorn in der Kombination, in der Abfahrt verhinderte einzig Hannes Reichelt einen Doppelsieg von Beat Feuz und Janka.

Und der Iceman hat nach seinem Forfait im Riesenslalom gestern im Adelbodner Slalom unsere Hoffnungen auf ein tolles Wengen-Wochenende genährt!

Denn Janka wird im Chuenisbärgli-Slalom als Vorfahrer eingesetzt und knallt eine Zeit von 1:01,07 Minuten in den Schnee. Die elftschnellste Zeit im ersten Durchgang, der grosse Alexis Pinturault fährt nur drei Hundertstel schneller. Besonders bemerkenswert: Carlo Janka ist 2011 zum letzten Mal einen Weltcup-Slalom gefahren.

Okay, der Bündner hatte als Vorfahrer die besseren Sichtbedingungen als der Franzose. Trotzdem zeigt Jankas spritziger Auftritt als «Zickzacker», dass ihm die vergangene Woche, in der er mit seinem Fitness-Coach Michi Bont sehr intensiv Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit trainierte, richtig gut getan hat.

Mit einem Slalomlauf wie gestern wird er am Freitag in der Kombination am Lauberhorn nur schwer zu bezwingen sein.

Zu seinem gefährlichsten Widersacher in Wengen könnte aber Petrus avancieren. Die Wetterprognosen sagen für nächste Woche ordentlich Neuschnee voraus, gepaart mit kräftigen Windböen. Das erste Abfahrtstraining findet aber wie geplant am Dienstag statt.

Publiziert am 09.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
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12 Kommentare
  • Andi  G 12.01.2017
    Hier ein erstaunlichen Vergleich mit dem Weltcupführenden: Während Hirscher in Adelboden seinen 100. Podestplatz feierte, brachten es sämtliche Swiss-Ski-Herren im selben Zeitraum in allen Disziplinen zusammen auf 102 Stockerlplätze.
  • Bünzli  Schorsch aus Buxtehude
    09.01.2017
    Ich behaupte jetzt einfach, dass den meisten unserer Jungs DER BISS fehlt!! Wozu zerreissen, wenn man im Swiss-Ski-Liibli einen Hunderter im Jahr verdienen kann. Sorry, die Jungs sind alle sehr sympathisch, aber einen Beisser, einen der sich zerreisst für einen Hundertstel, einer der noch 5 Läufe trainieren will, weil die ersten 5 nicht gut waren, so einen sehe ich praktisch keinen. Bringt doch einfach mal einen Trainingsvergleich zwischen Hirscher und unserer Slalom-Crew. Ist doch machbar!
  • johnny  c aus fehraltorf
    09.01.2017
    Schlimm finde ich, dass bei Murisier und Caviezel klar zu sehen war dass sie keine Kraft mehr hatten.
    Die sollten mal zu Pinturault und seinen Teamkollegen oder zu den Österreichern ins Konditraining gehen.
    • Marlies  Hess aus Langenthal
      09.01.2017
      Murisier hat die Aussage gemacht, dass er mit Pinturault und seine FRA Kollegen trainiert. Schon wegen der Sprache. Und nein, sie hatten noch Kraft, war vor Ort und habe sie live gesehen...und sie?
  • Stan  Orwell 09.01.2017
    Wenn die Zeiten des Vorfahrers die letzte Hoffnung ist, dann kann diese nicht sehr gross sein. Unglaublich, da wird während der Hauptsaison eine Trainingswoche eingeschoben um sich vorzubereiten (wo gibt es dies sonst noch!?) und dann kommt man doch noch schnell als Vorfahrer vorbei (den Sponsoren zu liebe?). SwissSki führt den Laden nicht, die Rennläufer haben zu viel Macht und deshalb wundert die selbstverschuldete Misere bei den Herren nicht.
  • Marco  Weber 09.01.2017
    Naja ich habe ein Interview gesehen wo der Fahrer seinen "Rang" Wunsch von sich gibt.... Da hiess es sein Ziel wäre 10 oder 15 zu werden? Wiso genau fährt der Ski? Müsste der Anspruch nicht sein in die Top 3 zu fahren? ansonsten kann man ja auch gleich zuhause bleiben!