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Der Skirennsport wächst und wächst. Dank der Super-Kombination ist die Abfahrt farbiger geworden. Mehr Nationen, mehr Techniker, mehr Alleskönner. Und dank den Slalomspezialisten, die ihre Chance in der Kombination wittern, ist der Skirennsport eine der wenigen Weltsportarten, die Wochenende für Wochenende ihre Superstars am gleichen Ort, im gleichen Wettkampf am Start haben.
Aber der Weltcup ist am Anschlag! Die Teilnehmerfelder sind zu gross, die Rennen dauern zu lange. Die TV-Stationen müssen aus laufenden Rennen aussteigen, bevor die Letzten unten sind, weil anderswo die Frauen, der Biathlon, der Langlauf oder das Skispringen auf dem Programm stehen.
Das grosse Leistungsgefälle gibt es nicht mehr. Fahrer mit hohen Nummern können bei leicht besseren Verhältnissen ein Rennen auf den Kopf stellen. Und fast niemand sieht es.
Die Anforderungen an die Organisatoren sind riesig. Die Kosten explodieren, die Betten werden knapp und die Pisten sind durch die zu grosse Anzahl von «Rutschenden» nur schwer zu halten. Lösungen überlegen sich alle.
Hier nur eine von vielen Ideen: die besten 30 pro Disziplin, plus die 500-Punkte-Fahrer, dazu ein Auf-Abstieg-System im Welt- und Europacup (Kontinentalcups). Mit etwa 50 Fahrern ergäbe dies eine überblickbare Sportveranstaltung von eineinhalb Stunden.
So etwas braucht Opfer und hat auch Nachteile: Die nationalen Verbände würden die Kontrolle über die Startplätze verlieren. Gewisse Nationen wären nicht mehr dabei, und der Aufstieg in den Weltcup wäre sehr steil. Und Carlo Janka wäre in Lake Louise mit Nummer 65 nicht Zweiter geworden!