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Will denn niemand diesen Gesamtweltcup? Nach gut einem Drittel der Rennen muss man bis zum Zwölft-Platzierten blicken, um alle noch möglichen Anwärter zu beurteilen. Oder hat etwa jemand Bode Miller bereits abgeschrieben? Ich nicht!
Svindal vor Raich, heisst es im Moment! Das ist eigentlich nicht überraschend. Aber auf einmal mischt da ein Fahrer mit, den ich nicht auf der Rechnung hatte: Ivica Kostelic. Sein Rezept heisst: alle Disziplinen, aber vor allem Konstanz und Sicherheit. Etwas, das Miller «noch» abgeht. Fast 50 Prozent Ausfallquote – und zwar nicht nur in den technischen Disziplinen, sondern auch in Abfahrt und Super-G. Das nagt zwar, aber irgendwann wird dieser Zug zum Laufen kommen.
Das Erfreulichste aus Schweizer Sicht ist, dass wir – neu – vier Fahrer in diesem Kampf dabei haben. In der Reihenfolge Cuche, Janka, Albrecht, Défago sind sie in Tuchfühlung mit Svindal. Schön, aber etwas heikel.
Von der grossen Kugel zu träumen, nur weil noch keiner der Topanwärter davongezogen ist, wäre in der jetzigen Situation falsch.
Janka ist noch nicht reif dafür, die anderen drei zeigen zwar ab und zu Höchstleistungen mit Siegen und Podestplätzen, aber sie hatten auch Aussetzer und Probleme. Die vier Ausfälle von Albrecht waren sicher zwei zu viel. Und die Ausritte von Cuche in Beaver Creek waren auf Grund seiner Superform unerklärlich und umso ärgerlicher.
Nun folgen die grossen Klassiker Adelboden, Wengen, Kitzbühel und dann die Weltmeisterschaft. Da wird nichts mehr zusammengezählt. Da zählt nur noch der Tag, der Sieg und die Medaille. Und da muss man eventuell auch mal ein Rennen auslassen, um den Rhythmus in seiner Spezialdis-ziplin wieder zu finden. So wie das Albrecht und Co. in Gröden erfolgreich gemacht haben.
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Zwei Ausfälle zu viel: Daniel Albrecht sollte jetzt nicht von der grossen Kugel träumen. (Keystone)