
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
BLICK-Kolumnist Bernhard Russi.- Sven Thomann
Die Übersee-Rennen in Lake Louise sind jeweils der Startschuss für die «schnellen Disziplinen» Super-G und Abfahrt. Hallo Adrenalin und Nervenkitzel. Willkommen Abenteuer und Herausforderung! Ja, und auch noch dabei: Gefahr, Angst und Risiko.
Alle Fahrerinnen und Fahrer haben deshalb eine sogenannte Athleten-Erklärung unterschrieben:
«Ich bin mir in vollem Umfang der Risiken und der Gefahren bewusst. Ich bin mir bewusst, dass gewisse Bewegungen oder Handlungen nicht kontrolliert oder durch Sicherheitsvorkehrungen verhindert werden können.»
Trotzdem gehen die Fahrerinnen und Fahrer immer wieder an den Start. «Ich weiss, dass sogar mein Leben in Gefahr sein könnte.»
Und sie fahren weiterhin in der tiefen Hocke auf die Schlüsselstellen zu.
Alle wissen, dass es auch in diesem Jahr wieder Unfälle geben wird, hoffen aber, dass es nicht sie selbst erwischt. Deshalb unterschreiben sie die Erklärung auch: «Ich verzichte gegenüber der FIS, dem Nationalen Verband, dem Organisator, dem Race-Direktor, usw. auf alle Ansprüche aus Verlust, Verletzung oder sonstigem Schaden.»
Und trotzdem sucht man nach jedem Unfall einen Schuldigen. Kurssetzer, Jury oder Organisatoren werden relativ schnell kriminalisiert, wenn sich einige Stars nicht so wohl fühlen. Die anderen schweigen. Leider! Die Frage der Haftung vermischt sich schnell einmal mit Schadensersatz-Klagen.
Unterschreiben alleine reicht eben nicht, man muss im Fall der Fälle dann zur Sache stehen, auch nach der ersten Zwischenzeit!