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Ein Sieg und vier Podestplätze in den ersten vier Männer-Rennen. Die Ski-Schweiz wird schon fast wieder verwöhnt, und die Erwartungen auf mehr beginnen zu wachsen.
Der gestrige Super-G in Lake Louise hat uns die Gewissheit gebracht, dass wir im Moment wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben. Didier Cuche ist nicht mehr alleine. Und Spitzenresultate sind von Didier Defago, Daniel Albrecht und Tobias Grünenfelder auch dann noch möglich, wenn nicht alles rund läuft, und sich da und dort noch kleine Fehler einschleichen.
Vier Fahrer in den ersten 10 und vier weitere in den Punkterängen. Diese Bilanz bestätigt die gute Form unserer Piloten auf den schnellen Pisten. Aber noch viel wichtiger ist die Bestätigung der Trainingsarbeit, die Bestätigung der ausgefeilten Technik, und die Bestätigung des Vertrauens.
Als Disziplin wird der Super-G als Stiefkind behandelt und gewertet. Die Abfahrt bleibt die Königin. Wenn es aber um das technische Können geht, das in den Abfahrten immer mehr gefragt ist, dann gibt der Super-G am ehesten Aufschluss über das Potenzial eines Fahrers. Wenn es um Rennintelligenz, um Linienwahl und schnelle Entscheide geht, dann muss dies vor allem im Super-G abgerufen werden. Denn in dieser Disziplin gibt es kein Herantasten, keinen Trainingslauf, da zählen nur das Können, der Instinkt und die Überzeugung.
Letzteres ist dann vor allem als Mannschaft entscheidend. Diese haben wir, deshalb können wir uns auch auf weitere Erfolge freuen.
BLICK-Kolumnist Bernhard Russi.- Keystone