Papa ist der Schnellste! Abfahrts-Maestro Fill öffnet vor Gröden-Heimspiel seine Tür

Peter Fill hat als erster Italiener den Abfahrts-Weltcup gewonnen. Vor seinem Heimspiel in Val Gardena öffnet der Maestro für BLICK das Tor zu seinem Reich.

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Italiens neuer Abfahrts-König thront fürstlich über seinem Geburtsort Kastelruth.

Auf einer prächtigen Anhöhe hat sich Peter Fill (34) mit seiner Frau Manuela auf 2000 Quadratmetern seinen Palast gebaut. Beim Blick aus dem Wohnzimmer wirken einzig zwei eindrückliche Dolomiten-Spitzen noch mächtiger als der Sieger der letzten Hahnenkamm-Abfahrt.

Diese Woche hat dem «Grande Fill» aber sein ­kleiner Sohn Leon (3) eine schlaflose Palast-Nacht bereitet. «Vom Sonntag auf Montag war er kränklich. Weil er nicht einschlafen konnte, hat er uns alle wach gehalten. Er wollte unbedingt fern­sehen. Ich hätte mir vor den Heimrennen auf der ­Saslong eine etwas ruhigere Vorbereitung gewünscht.»

Bis zum Zielgelände der geschichtsträchtigen Abfahrt in Gröden benötigt Fill mit seinem Auto dreissig Minuten. Heute freut er sich über diese kurze Dienstreise. Das war aber nicht immer so: «Weil ich früher fast ausschliesslich auf kurvenreichen Strecken schnell war, habe ich mich auf der mit vielen Gleitpassagen gespickten Saslong lange gar nicht wohl gefühlt. Und weil ich hier jeden Pistenarbeiter und einen grossen Teil der Zuschauer persönlich kenne, habe ich mich hier wohl auch zu sehr unter Druck gesetzt. Entsprechend schlecht waren meine Resultate.»

Doch im letzten Winter war Fill plötzlich auch bei ­seinem kurvenarmen Heimspiel sehr schnell – als Vierter verpasste er das ­Podest knapp.

Am Ende der Saison sicherte sich der Südtiroler vor allem dank seinem Sieg in Kitzbühel die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Abfahrts-Gesamtwertung. Seit ihm seine Manuela im April mit Noah einen zweiten ­Buben geschenkt hat, ist Peters Glück vollkommen.

«Es war immer mein grösster Traum, eine Familie und ein eigenes Haus zu haben. Seit dieser Traum für mich wahr geworden ist, betrachte ich den Skirennsport um einiges entspannter. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch schneller.»

Und dass sich die schlaflose Nacht von Anfang dieser Rennwoche nicht negativ auf seine Form auswirkt, hat er mit dem dritten Rang im ersten Training gezeigt.

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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