Ösis und Schweizer nach erstem Gröden-Training erleichtert Märchenhaftes Comeback von Mayer - Janka Zweiter!

Nach dem ersten Training auf der geschichtsträchtigen Saslong-Abfahrt fallen Matthias Mayer und Carlo Janka mit einem besonders breiten Grinsen auf.

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Normalerweise kann eine Trainingsbestzeit bei einem so abgebrühten Abfahrer wie Matthias Mayer keine grossen Gefühlsausbrüche auslösen. Doch für einmal ballt der Österreicher nach dem Einser in der Probe die Faust wie nach seinem Olympiasieg 2014 in Sotschi.

Wenn man Mayers jüngste Geschichte kennt, ist das auch nicht wirklich verwunderlich. Mit der Tatsache, dass Österreich seit 13. Abfahrten ohne Sieg da steht, hat Mayers Reaktion nichts zu tun.

Vor exakt zwölf Monaten bricht sich der 25-Jährige bei einem fürchterlichen Sturz auf der Saslong den sechsten und siebten Brustwirbel – Mayer landete nur ganz knapp neben dem Rollstuhl.

Und jetzt feierte er am Ort seines realen Alptraumes dieses wunderbare Comeback! «Das ist ein grosser Sieg über mich selber, die Rückkehr auf diese Piste ist mir wirklich nicht einfach gefallen» erzählt Matthias, der im Oktober mit Wanderstöcken ausgestattet zu seiner Unfallstelle auf der «Saslong» marschierte. «Es war mir wichtig, dass ich diese Stelle besichtigen konnte bevor der erste Schnee gefallen ist.»

Nun ist Mayer mit einem besonderen Gefährt in Gröden angekommen: einem zwölf Meter langen, 15 Tonnen schweren Luxus-Wohnmobil. Matthias: «Ich kann mich dort immer zurückziehen. Nach den Trainings, vor Besichtigungen, aber auch zum Essen oder sogar zum Schlafen.»

Ruhiger als auch schon wird nach dem ersten Gröden-Training auch Carlo Janka schlafen. Im Gegensatz zu Mayer ist der Bündner hier zwar noch nie schwer gestürzt, der filigrane Techniker hat auf der mit vielen Gleitabschnitten gespickten Abfahrt aber in der Vergangenheit sehr viel Zeit verloren.

Mit Ausnahme vom neunten Rang 2010 konnte sich Janka hier nie in den Top-20 platzieren. Nun stellt «Jänks» in der Probe die zweitschnellste auf. Die Geschichte hat zwar einen Makel – Janka hat bei der Einfahrt in die Ciaslat ein Tor verpasst. Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren kann er schon auf den Gleitpassagen bis zur technisch schwierigen Ciaslat als Drittschnellster ausgezeichnet mithalten.

«Ich habe die erste Kurve gut erwischt und unsere Rossignol-Ski scheinen auf diesem Schnee besonders gut zu laufen. Ich will dieses Resultat aber nicht überbewerten, ich glaube, dass wir heute mit den vorderen Nummern klar im Vorteil waren.»

Die sechstschnellste Zeit, die der Österreicher Max Franz mit der Nummer 30 aufstellt, spricht aber nicht wirklich für Jankas-These...

Für Beat Feuz wird mit der 17 die elfte Zeit gestoppt.

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
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