Ausdrucken Weiterleiten
 

Kopf hoch Didi!: Ösi macht Cuche Hoffnung

Kann Didier Cuche bei Olympia trotz gebrochenem Daumen richtig zuschlagen? Österreichs Abfahrts-Ass Klaus Kröll ist felsenfest davon überzeugt!

Von Marcel W. Perren | Aktualisiert um 07:48 | 02.02.2010
Daumen hoch! Didier Cuche zeigt, was er mit seinem linken Daumen so alles anstellen kann. (Reuters)
Das ist der gebrochene Daumen von Didier Cuche! (AP)
Chirurg Stephan Schindele erklärt eine Röntgen-Aufnahme von Cuche´s Hand. (AP)
Mit grimmigem Blick: Didier Cuche heute bei der Medienkonferenz zu seinem Daumen. (AP)
Eine solche Platte ist Didier Cuche in die Hand montiert worden. Dies ist natürlich nur ein Modell! (Reuters)
So soll Cuches Hand innerlich aussehen! (Reuters)
Seht Ihr? Ich kann mit sehr gut damit kratzen! (AP)
Die Mundwinkel zeigen Anfangs noch nach unten. (AP)
Doch schon lacht Super-Didier wieder. (AP)
Cuche ist zuversichtlich. Der Daumen sollte an Olympia keine Probleme bereiten. (AP)
Etwas ungläubig schaut Didier Cuche über die Knochen-Hand auf dem Pult hinweg. (Reuters)
Während der Arzt erklärt, sieht man, dass Cuche das Lachen nicht verloren hat. (Reuters)
Cuche erklärt seine Verletzung. Die Operation ist erfolgreich verlaufen. (Reuters)
Unter Vollnarkose wurde dem Neuenburger eine Titan-Platte mit sieben Schrauben in die Hand gebohrt. (Reuters)
Nach der Konferenz wird der Neuenburger von den Medien überrollt. (Reuters)
ADV 1: Heute in der Zeitung BLICK
ADV 2: BLICK abonnieren
ADV 3: Bequem zum e-BLICK
Vignette Statistik-Center Ski-Weltcup
Am vergangenen Sonntag lädt Cuche (35) nach der geglückten Daumen-OP zu einer Pressekonferenz. Der Neuenburger gibt sich in ­Anwesenheit der Reporter zwar alle Mühe möglichst optimistisch rüberzukommen. Doch wer Cuche kennt, der merkt in ­diesem Moment ganz genau: ­Didiers Selbstvertrauen ist beim Sturz in Kranjska Gora genauso in die Brüche gegangen wie sein rechter Daumen.

Kein Wunder, schliesslich weiss der amtierende Schweizer Sportler des Jahres nicht, wie gravierend das Handicap eines kaputten Daumens in Whistler Mountain wirklich sein wird. Und eine solche Ungewissheit mündet automatisch in Verun­sicherung.

Kröll siegte mit gebrochener Hand auf der Streif


Doch ausgerechnet ein Wider­sacher aus dem Lager der Österreicher gibt unserem Super-Didier neuen Mut: Klaus Kröll (29) gelang vor einem Jahr in Kitzbühel mit einer ähnlichen Verletzung ein aussergewöhn­licher Exploit.

Kröll: «Nur eine Woche ­nachdem ich am Lauberhorn drei Handwurzelknochen gebrochen hatte, feierte ich beim Super-G auf der Streif meinen ersten Weltcup-Sieg. Und ich hatte damals sicher nicht weniger Schmerzen, als er sie jetzt hat.» Deshalb hat Kröll seinen Kollegen aus der Schweiz im Kampf um Olympia-Gold nach wie vor voll auf der Rechnung: «Der lädierte Daumen wird ­Didier am 13. Februar bei der Olympia-Abfahrt höchstens ein bisschen im Weg stehen, wenn er sich mit kräftigen Stockstös­sen aus dem Starthaus hinaus schiebt.»

Und Kröll fügt an: «Aber weil es in Whistler Mountain ziemlich steil vom Start weggeht, wird er hier sowieso weniger Stockstösse benötigen als anderswo.» Anderswo liegen laut Österreichs Abfahrts-Altmeister Franz Klammer (56) allerdings auch die Abfahrten, die Cuches Qualitäten entgegenkommen. «Die Abfahrt in Whistler ist eine Piste auf der sich starke Gleiter wie Manuel Osborne-Paradis oder Michael Walchhofer wohler fühlen müssten als  ein  Didier ­Cuche.»

Aber auch diesbezüglich  hat Klaus  Kröll eine  ­andere Meinung: «Im Weltcup sind wir zwar noch nie auf dieser Abfahrt gefahren, doch vom Streckenprofil her erinnert mich die Olympia-Piste stark an die in Kvitfjell.»

Der zweifache Weltcup-Sieger erinnert sich: «Und wenn ich mich nicht gewaltig irre, hat der Didier auch schon in Norwegen eine Abfahrt gewonnen.» Sie ­irren sich nicht, Herr Kröll: ­Cuche feierte im März 2007 in Kvitfjell einen seiner 13 Weltcup-Siege.
Kröll nach dem Sieg auf der Streif. (AP)
Kröll nach dem Sieg auf der Streif. (AP)
Gibt Cuche auf der Olympia-Abfahrt wenig Chancen: Abfahrtslegende Franz Klammer. (Keystone)
Gibt Cuche auf der Olympia-Abfahrt wenig Chancen: Abfahrtslegende Franz Klammer. (Keystone)
Das sagen Blick.ch-Leser
Eric Baumgartner, Lupsingen - 00:07 | 03.02.2010
» Da merkt man Herr Klammer sie haben übersehen wer diese Saison die Abfahrt von Lake Louise gewonnen hat wo ja bekanntlich eine Gleiterstrecke ist.
Dieter Gfall, Zürich - 09:20 | 02.02.2010
» Lionel Werren, Baden: am Morgen schon betrunken? Cuche wird das auch mit Daumen packen, er gehört zu den Besten der Besten. Wünsche Ihm gute und schnelle Besserung! (aus St. Anton am Arlberg, Partnerskiort von St. Moritz)
Alexandra Weber, Zug - 09:17 | 02.02.2010
» Es sollte schon klappen, doch Vorsicht ist dennoch geboten. Wenn Didier stürzt, kann mehr kapputt gehen, das wäre schade, doch er muss STARTEN, das ist klar. Vile viel Glück und guten Mut, den er ja Gott sei Dank hat und auch ausstrahlt. aw
Lionel Werren, Baden - 08:23 | 02.02.2010
» Jo der Klommer muos o no wos sogen! Halt d'Schnauz!
Marktplatz