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Die ganze letzte Saison über spürte Carlo Janka (23) nichts mehr vom mysteriösen Virus, das ihm im Sommer 2009 monatelang geschwächt hatte. Brillant gewann der Bündner Ski-Crack den Gesamtweltcup und Riesenslalom-Olympiagold.
Obwohl damals die Ursache medizinisch nicht gefunden werden konnte, dachte niemand daran, dass Janka erneut vom heimtückischen Virus getroffen werden könnte.
Doch genau das passierte im Frühling 2010 erneut, wie Janka heute an einer Medienkonferenz über seine körperliche Verfassung informierte.
Janka fühlte sich ständig müde und abgeschlafft. Selbst bei lockeren Trainingseinheiten auf dem Rennrad raste sein Puls im roten Bereich um 180 Schläge. Am Tag danach fühlte er sich wie nach 13 Stunden Dauerlauf. An vernünftiges Konditionstraining war nicht zu denken.
Janka liess sich daraufhin wie im Vorjahr von Swiss-Olympic-Arzt Christian Schlegel in Bad Ragaz durchchecken und holte sich auch Hilfe bei einem Alternativheiler. «Janka gehts es wieder besser. Wir haben heute noch Donnerstag einen Test auf dem Fahrrad-Ergometer gemacht, der sehr vielversprechend war. Carlo kann im Ausdauerbereich wieder zu 50 Prozent trainieren. Wir sind zuversichtlich, dass er in Argentinien auf den Skiern ein 100-Prozent-Pensum leisten kann», sagte Schlegel dazu.
Beruhigend für alle Schweizer Ski-Fans: Jankas WM-Saison ist nicht in Gefahr ist. Deshalb wird Janka am Freitag auch plangemäss nach Argentinien ins Trainingslager abfliegen.