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Courchevel - Riesenslalom der Damen
Beginn: 20.12.2016 12:30 Uhr
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Lara sauer über Abbruch nach Wind-Chaos «Alle fanden es lächerlich!»

Für Lara Gut ist klar: Der Riesenslalom in Courchevel hätte nie gestartet werden dürfen!

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«Der Wind, der Wind, das himmlische Kind» – für einmal sorgt er für mächtig Ärger! Und zwar beim Riesenslalom von Courchevel. Dieser wird bis zur Startnummer 19 durchgepaukt, dann aber zieht FIS-Renndirektor Atle Skaardal doch die Reissleine: Zuerst wird ein Neustart auf verkürzter Piste angesetzt, noch vor dem zweiten Versuch wird das Rennen dann komplett abgesagt. Der Wind ist schlicht zu stark, an einen regulären Wettkampf ist nicht zu denken.

Skaardal muss sich allerdings die Frage gefallen lassen: Hätte man überhaupt starten sollen? Denn: Bereits bei den ersten Fahrerinnen zeigt sich, dass keine fairen Bedingungen herrschen. So auch bei Lara Gut, die mit der Nummer 3 ins Rennen geht und teilweise kaum Bodensicht hat – der aufgewirbelte Schnee ist Schuld. Kurz nach ihrer Zieldurchfahrt stellt die 25-Jährige einen ersten Tweet ins Netz:

Die Wind-Emojis sind noch harmlos. Denn danach lässt Gut erstmals richtig Dampf ab. Sie schreibt: «Liebe FIS, wir lieben es zu fahren, aber wir sind keine Windsurfer und wir haben keine Flügel.»

Als dann die auf Rang 5 liegende Gut – Sofia Goggia (It) ist Erste – vom geplanten Neustart um 12:15 Uhr erfährt, platzt ihr der Kragen:

Gut: «Neuer Start um 12.15... Neue Chance für Kitesurfing!» Dazu stellt sie die Frage: «Wollt Ihr mich veräppeln, FIS?»

ORF-Expertin Alexandra Meissnitzer kann den Frust von Gut verstehen: «Lara ist verärgert. Das muss man verstehen, als Rennläuferin hofft man immer auf faire Bedingungen.»

Kurze Zeit später ist klar: Das Rennen wird nicht stattfinden! Über eine Neuansetzung des Rennens (Mittwoch?) ist nichts bekannt. Die Tendenz geht in die Richtung, dass der Wettkampf im neuen Jahr an einem anderen Ort nachgeholt wird. 

Und Gut? Die hat sich mittlerweile etwas beruhigt. Sie ärgert sich trotzdem, dass man das Rennen überhaupt gestartet hat: «Alle Fahrerinnen fanden es lächerlich. Wir wissen, dass wir ein Outdoor-Sport haben. Aber einige – zum Beispiel Nadia Fanchini – hatten keine Chance. So macht es keinen Spass!»

Bei der Einfahrt des Steilhangs habe sie nichts gesehen, berichtet die Zweitplatzierte im Gesamtweltcup. Das sei sogar gefährlich gewesen: «Es war extrem. Es geht auch um Punkte, um den Sieg. Um dann nach mit Platz 15 nach Hause zu gehen, obwohl man gut gefahren ist – das brauchen wir vor Weihnachten nicht.»

Und was meint Lara zu ihren Twitter-Verbalangriffen? Sie räumt ein: «Es ist nicht gut, dass man sich streitet und die FIS attackiert. Ich muss daran arbeiten – wir werden schon einen Weg finden.»

Generell sei es wichtig, «die richtigen Kanäle für die Kommunikation mit der FIS auszuarbeiten», so Gut. Das System mit den Athletensprecherinnen gäbe es erst seit einigen Jahren, «und da gibt es noch Potential zur Verbesserung.»

Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 06.01.2017
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6 Kommentare
  • Dieter  Hansen 20.12.2016
    Wenn sie zu diesem Zeitpunkt auf Platz 1 gewesen wäre, hätte sie die Tweets sicher nicht geschrieben....
    • Roland  Meier aus St.Gallen
      20.12.2016
      Blödsinn, der Abbruch hilft vor allem Shiffrin. Für Lara wäre ein Top 5 Platz ohne Shiffrin wertvoll gewesen.
  • Kuder  Wälsch aus Hintertupfig
    20.12.2016
    Das geht jetzt unter Majestätsbeleidigung, im Fall! Was wäre passiert wenn sie wieder nicht Sportlerin des Jahres geworden wäre??
  • drafi  schweizer aus berg
    20.12.2016
    einmal mehr hat Lara Gut recht, es ist ein Outdoor Sport, bei zu starkem Wind und Schneetreiben die Linie nicht sehen können, die Stangen Wehen im Wind hin und her, da sind Verletzungen Vorprogrammiert, und da sitzen einstige Profis in der Jury, lächerlich überhaupt zu starten, die Fahrerinnen hätten Streiken sollen
  • Monica  Rebolledo aus Chillan
    20.12.2016
    "Twitter-Verbalangriffen? Sie räumt ein: «Es ist nicht" , ganz eine einfache Loesung , Frau Gut lassen Sie doch das Spielzeug zuhause...
  • Mike  Däppen , via Facebook 20.12.2016
    Gut am täupelen das ist ja was ganz neues. Interessant das sie die unfairen Bedingungen bei der zweiten Abfahrt in Lake Louise nicht störten.
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