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Eine sensationelle Traum-Fahrt zeigt Lara Gut. Die 20-Jährige rast auf der Piste «Silvano Beltrametti» mit der Nummer zehn an die Spitze. Vor allem die zweite Streckenhälfte gelingt der Tessinerin hervorragend. Die Verletzung am Fussgelenk, die ihr in den letzten Rennen Probleme bereitete, ist überstanden.
Nur eine der Top-Stars ist noch stärker als Lara – Julia Mancuso (USA). Sie startet als Zweitletzte und schnappt Gut den Sieg noch vor der Nase weg. Und wie! Sie pulverisiert deren Bestzeit mit 0,81 Sekunden Vorsprung. Weltmeisterin Elisabeth Görgl wird mit 1,15 Sekunden Abstand Dritte.
Im Interview mit SF sagt Lara Gut: «Ich bin ziemlich durch, es war anstrengend. Die Piste ist genial, es hat viele Fans hier und Didier hat die Kugel gewonnen. Da wollte ich voll angreifen und den Tag noch schöner machen.» Platz zwei ist ihr bestes Abfahrts-Saisonresultat nach Platz drei in Val d’Isère im Dezember.
Vonn überholt Riesch
Weil der Abfahrts-Weltcup schon vorzeitig zu Gunsten Lindsey Vonns entschieden ist, interessiert vor dem Rennen nur eines: Kann Maria Riesch ihren Vorsprung im Gesamtweltcup wieder ausbauen oder wird sie von Lindsey Vonn überholt?
Die Antwort ist schnell gegeben. Maria Riesch versagen die Nerven komplett, sie hat Schwierigkeiten mit den wechselnden Lichtverhältnissen. Sie verliert sagenhafte 3,19 Sekunden auf Mancuso und wird nur 17. Das bedeutet, sie bekommt keinen einzigen Zähler, weil im Weltcup-Finale nur die ersten 15 punkten.
Im Gegensatz dazu zeigt die sechsfache Abfahrts-Saisonsiegerin Vonn eine solide Leistung. Mit Platz vier holt sie 50 Punkte und übernimmt knapp die Führung im Gesamtweltcup – 1705:1678. Die Spannung in den letzten drei Rennen bleibt gross.
Dominique Gisin startet erkältet
Die anderen Schweizerinnen stehen im Schatten von Lara. Dominique Gisin ist nicht im Vollbesitz der Kräfte und startet stark erkältet. Im Ziel ist die Engelbergerin körperlich am Ende. Der Rückstand von 4,22 Sekunden und Rang 19 verkommen zur Nebensache.
Der grosse Applaus der vielen Schweizer Fans für die Willensleistung Gisins ist ein kleiner Trost. Fabienne Suter fährt mit 2,40 Sekunden Rückstand auf Platz zehn und Marianne Abderhalden verliert als 13. (+2,72) noch mehr Zeit auf die Siegerin.
Glück bei ihren Stürzen haben Andrea Fischbacher (A) und Daniela Merighetti (I), der es beim Aufprall ins Fangnetz sogar den Helm vom Kopf schlägt. Sie bleiben unverletzt. (rib)