Kombi-Ärger in Santa Caterina Ösi-Präsi: «Das ist nicht gescheit!»

Anstelle der so spektakulären Abfahrt will man in Santa Caterina morgen an einer Kombination festhalten, die eigentlich keiner will.

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Alles war so richtig geil angerichtet – die steile und kurvenreiche Abfahrt in Santa Caterina präsentierte sich in den letzten Tagen in einem richtig knackig eisigen Zustand. Aber aufgrund der heftigen Windböen blieb FIS-Renndirektor für heute Mittag nur eine Möglichkeit – die Absage.

Die meisten Trainer und Rennfahrer hatten danach die Hoffnung, dass dieser Abfahrts-Knaller morgen anstelle der Kombination abgefeuert werden kann. Doch daraus wird nichts, die Kombination bleibt wie geplant im Programm.

FIS-Speed-Direktor Hannes Trinkl liefert die Begründung: «Der Veranstalter hat die Abfahrt versichern lassen, nicht aber die Kombination. Deshalb muss aus finanziellen Gründen an der Kombi festgehalten werden, was mir für diese spektakuläre Abfahrt extrem Leid tut.»

Obwohl Carlo Janka in seiner Karriere schon drei Weltcupsiege in Kombinationen feierte, hat er sich in der Vergangenheit immer wieder für die Abschaffung der Kombination stark gemacht: «Diese Disziplin würde nur dann Sinn machen, wenn pro Saison mindestens sechs Kombinationen ausgetragen werden könnten.

Aber weil der Weltcup-Kalender sonst schon voll ist, hat es nur Platz für zwei Kombinationen. Darum kann man sie genau so gut ganz weglassen.»

Peter Schröcksnadel, Präsident vom österreichischen Ski-Verband, sieht es genau gleich: «Es ist nicht gescheit, wenn auf diese Weise an der Kombination festgehalten wird. Es ist lächerlich, wenn nach zwei Kombinationen eine Kugel für den Gesamtsieger dieser Disziplin verteilt wird. Zudem hat sich die Alpine Kombination sowieso nicht so spektakulär entwickelt, wie das anfänglich vermutet wurde.»

Aber warum kann die spektakuläre Santa Caterina-Abfahrt nicht am Tag nach der umstrittenen Kombination nachgeholt werden?

FIS-Renndirektor Markus Waldner: «Wir haben dem Inhaber der TV-Rechte angeboten, leider ist dabei keine Einigung erzielt worden. Und weil es im Kalender keine Lücke mehr gibt, muss die Abfahrt von Santa Caterina ersatzlos gestrichen werden.»

Publiziert am 28.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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8 Kommentare
  • Urs  Saladin , via Facebook 29.12.2016
    Dass die Finanzen und nicht mehr der Kopf bestimmen, ist endgültig im Skizirkus angekommen! Die Abfahrt war versichert, mit den TV-Rechten gab es keine Einigung. Waldner und Trinkl, zwei Österreicher, und mit der Ersatzlosen Streichung wird die Wahrscheinlichkeit noch grösser, dass Hirscher den Gesamtweltcup gewinnt!
    • Thomas  Steffel , via Facebook 29.12.2016
      falsch. waldner ist südtiroler, also italiener. die rennen werden nicht von der fis sondern vom veranstalter versichert. st. caterina als veranstaltungsort hat die abfahrt, jedoch nicht die kombi versichert, deshalb wurde auch die kombi gefahren. die abfahrt wird morgen nicht nachgeholt aufgrund der tv rechte, dies ist korrekt und leider sehr bedauerlich. zu ihrer info: letztes jahr wurde der levi slalom ersatzlos gestrichen und keine einziger speedbewerb, hirscher gewann trotzdem....
  • Bruno  Roggli 28.12.2016
    Wo liegt das Problem ? Planmässige Kombiabfahrt als normale Abfahrt werten und dann sollen die Kombifahrer noch einen kurzen Slalom fahren... Dann kann dies als Kombi gewertet werden. Der beste Fahrer könnte an einem Tage 200 Punkte holen...
    • Thomas  Steffel , via Facebook 28.12.2016
      problem: die kombination besteht in st.caterina aus super-g und slalom. würde man auf eine abfahrt wechseln, könnte ein grossteil der fahrer nicht teilnehmen, weil sie das abfahrtstraining nicht bestritten haben. dieses ist jedoch pflicht um an einer abfahrt teilnehmen zu dürfen.
  • Dan  Schreiber 28.12.2016
    Spektakel immer nur des Geldes wegen. Schade
  • Markus  Bieber 28.12.2016
    Wieder einmal typisch für den heutigen Sport, es geht ums Geschäft nicht um die Zuschauer. Schade, schade.....
  • Toni  Lötscher 28.12.2016
    Da haben wirs, die Medien (Fernsehen) bestimmen, nicht die FIS und das OK.