Ösi-Schröcksnadel über unseren Ski-Star auf der Streif: «Janka hat keine Chance!»

  • Publiziert: 22.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Marcel W. Perren aus Kitzbühel

Nachdem Carlo Janka die Ösis am Lauberhorn abwatschte, holt der ÖSV-Boss vor dem Heimspiel zum Gegenschlag aus. Und Benni Raich stellt den «Hahnenkamm».

Peter Schröcksnadel misst zwar nur knapp 1,62 m, dafür hat der Präsident des Österreichischen Ski-Verbandes ein riesengrosses Maul.

Sehr viel «Gscheits» kommt da allerdings nicht raus. Vor allem nach dem gestrigen Training nicht, als er Giftpfeile an die Adresse von Carlo Janka abschoss:
«Der hat in Kitzbühel keine Chance. Auf der Streif gelten andere Gesetze als am Lauberhorn. Wenn der hier vom Starthaus in die ‹Mausefalle› hinunter sieht, geht ihm die Düse …»

Aus dem Österreichischen übersetzt meint «Schröcksi» damit, dass sich der «Iceman» am Hahnenkamm in einen Hosenscheisser verwandelt!
Was für ein «Schmarrn»!

Janka kam zwar in seiner gestrigen Trainingsfahrt nicht über den 21. Rang hinaus, aber im Hinblick auf die Rennen hat der Führende im Gesamtweltcup noch einige Reserven.

Altmeister Fritz Strobl weiss es besser

Und dass er in der «Mausefalle» nicht wie ein Hosenscheisser zu Werke geht, belegt die Aussage von Kitzbühel-Streckenrekordhalter Fritz Strobl:
«Ich beobachtete den Carlo im Vorjahr sehr genau, als er sein Streif-Debüt gab. Ich erlebte noch nie einen Neuling, der sich derart frech die ‹Mausefalle› hinunterstürzte!»

Was sagt Carlo Janka selbst zu diesem Thema? «Ich habe zwar Respekt vor dieser Strecke, aber ich habe ganz sicher nicht die Hosen voll.» Angst haben in Wahrheit die Österreicher, weil ihnen vor den eigenen Fans die nächste Pleite droht.
Im Training hinterliess jedenfalls keiner der Athleten des Austria-Power-Teams einen derart bestechenden Eindruck wie unser Schweizer Didier Cuche:
Nach der Bestzeit im ersten Training war gestern nur Bode Miller schneller als unser «Speedier».

Auch Benjamin Raich spuckt grosse Töne

Das entging zwar auch dem «Ober-Ösi» Peter Schröcksnadel nicht, dennoch ist dieser überzeugt: «Ich bin mir ganz sicher, dass wir dank der Unterstützung von unseren Fans zurückschlagen können.»

Im Sog seines maulenden Chefs nimmt auch der sonst so bedächtige Benni Raich den Mund ganz schön voll: «Der Super-G und der Slalom in Kitzbühel liegen mir ausgezeichnet. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich bis am Sonntag Carlo Janka als Gesamtweltcup-Leader ablösen kann.»

Wetten, dass Carlo Janka heute auf der Piste die passende Antwort auf Lager hat?

So starten sie

Super-G Kitzbühel (11.30 Uhr)
1 Järbyn (Sd). 2 Sullivan (USA). 3 Théaux (Fr). 4 Jerman (Sln). 5 Jansrud (No). 6 Krizaj (Sln). 7 Büchel (Lie). 8 Miller (USA). 9 Staudacher (It). 10 Osborne-Paradis (Ka). 11 Scheiber (Ö). 12 Ligety (USA). 13 Innerhofer (It). 14 Kröll (Ö).
15 Guay (Ka). 16 Walchhofer (Ö). 17 Cuche (Sz). 18 Janka (Sz). 19 Svindal (No). 20 Défago (Sz). 21 Heel (It). 22 Raich (Ö). 23 Streitberger (Ö). 24 Grünenfelder (Sz).
25 Weibrecht (USA). 26 Fisher (USA). 27 Kostelic (Kro). 28 Gorza (Sln).
29 Zurbriggen (Sz). 30 Reichelt (Ö). Die weiteren Schweizer: 34 Küng. 52 Züger. 53 Kreuzer.

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