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Wahnsinn was dieser Carlo Janka leistet. Nach seinem Weltmeistertitel aus dem Vorjahr und dem Olympiasieg im Riesenslalom von Vancouver hat der Obersaxer im Alter von 23 Jahren schon alles gewonnen, was ein Ski-Profi gewinnen kann.
Selbst der sonst zurückhaltende Janka zeigt sich euphorisch: «Es ist fantastisch. Erst Weltmeister, dann Olympiasieger und jetzt noch Gesamtweltcup-Sieger. Ich weiss nicht, was ich sagen soll.»
Janka siegt in Garmisch in beeindruckender Manier. «Druck» scheint für den «Iceman» ein Fremdwort zu sein, denn Carlo lässt seine Bestzeit aus dem ersten Durchgang kalt.
Der Obersaxer riskiert alles und gewinnt vor Davide Simoncelli und den zeitgleichen Ligety und Schörghofer. Janka kann sich auch beim Fünften Cuche bedanken, denn weil Benjamin Raich nur Achter wird, ist die Entscheidung schon vor dem Slalom vom Samstag gefallen.
Raich ist ein fairer Verlierer. «Carlo hat das über die ganze Saison gesehen verdient», so der Geschlagene. Ihm hätten die grossen Siege in dieser Saison gefehlt.
Janka sichert der Schweiz damit die erste grosse Kristallkugel bei den Alpinen seit 1992. Damals setzte sich Paul Accola vor Alberto Tomba durch.
Janka ist erst der vierte Schweizer, der den Gesamtweltcup gewinnen kann. Erstmals schaffte dieses Kunststück Peter Lüscher 1979, ehe Pirmin Zurbriggen zu seinem Siegeszug ansetzte und 1984, 87, 88 und 90 triumphierte.
Jankas Schlusswort: «Es war eine perfekte Saison für mich.»