Insider über Millers Comeback-Pläne «Bode würde sich blamieren»

Bad Boy Bode Miller kämpft auf der Piste und vor Gericht für sein Comeback im Ski­Weltcup. Immer mehr Weggefährten glauben, dass der Ami als Lachnummer enden wird.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Grosses Lob von Ski-Legende Maria Höfl-Riesch «Lara ist auf bestem Weg...
2 Swiss Ski lässt Amis in die Röhre gucken WM-Zoff
3 Eine Abfahrt wie keine andere Welches Gesicht zeigt uns die Streif?

Ski

Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?
teilen
teilen
22 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

In den nächsten Wochen soll ein Gericht in Los Angeles über die sportliche Zukunft von Amerikas Ski-Hippie Bode Miller entscheiden. Zur Erinnerung: Gemäss Millers langjährigem Ausrüster hat Bode im letzten Jahr eine Vereinbarung zur Auflösung des Vertrages mit der Bedingung unterschrieben, dass er bis zum Ende der Saison 2016/17 mit keiner anderen Marke als Head starten darf. Diese Vereinbarung will der vierfache Weltmeister nun vor dem Richter anfechten, damit er auf amerikanischen Bomber-Ski (Miller besitzt Anteile an dieser Firma) sein Comeback geben kann.

Doch nun hört man immer mehr Stimmen von Insidern, die behaupten, dass sich der 39-Jährige bei einem Comeback schrecklich blamieren würde. Liechtensteins Ski-Legende Marco Büchel steht regelmässig mit Teamkollegen von Bode in Kontakt. «Die haben mir geflüstert, dass Bode weder körperlich noch von seinem Material her konkurrenzfähig sei», sagt «Büxi».

Head-Rennchef Rainer Salzgeber legt nach: «Dass es sich bei Millers Comeback-Versuch um einen PR-Gag handelt, belegt die Tatsache, dass er derzeit mit Schuhen trainiert, welche eher an Snowboard- als an Alpin-Schuhe erinnern. Damit würde er sich im Weltcup blamieren.»

Alexander Hödlmoser ist Männer-Cheftrainer im US-Ski-Team und hat Bode vor der Abreise zu den Rennen in Val d’Isère im Trainings-Camp in Copper Mountain erlebt. Der Österreicher versprüht, angesprochen auf seinen einstigen Team-Leader, nur sehr verhaltenen Optimismus: «Es ist für mich sehr schwierig, Bodes Verfassung richtig einzuschätzen, weil er extrem viel Material testen musste. Er muss mit sogenannten Heckeinsteiger-Schuhen zurechtkommen, wie sie vor vielen Jahren Raichle produziert hat. Die hinken den heutigen Modellen meines Erachtens ein ganzes Stück hinterher. Aber Bode glaubt fest daran, dass er damit eines Tages schnell sein kann.»

Glaubt der zweifache Gesamt-Weltcupsieger (2005 und 2008) wirklich an ein erfolgreiches Comeback mit seinem «Steinzeitschuh»? Oder versucht Miller mit der Aktion, den Namen seiner bis vor kurzem unbekannten Bomber-Marke bekannt zu machen?

Vielleicht erhalten wir im Januar eine Antwort.

Publiziert am 13.12.2016 | Aktualisiert am 17.12.2016
teilen
teilen
22 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

4 Kommentare
  • Thomas  Steffel , via Facebook 13.12.2016
    die geschichte erinnert ein wenig an jene von bill johnson. der hatte auch das gefühl er müsse es nochmal versuchen und wir wissen wie die ganze sache ausging. sehe es genauso wie büxi und salzgeber, bode wird sich blamieren. er ist weder körperlich in der lage noch ist sein material auf dem stand von 2016. eine rückkehr des ehemaligen ski punks braucht niemand, am wenigsten bode selbst.
  • Reto  Mahler aus Langnau
    13.12.2016
    Auch wenn sich bode blammieren sollte, einen solchen abgang durch einen gerichtsentscheid hat er nicht verdient. Gebt ihm die chance zu fahren. Der applaus bei der zieleinfahrt wird gigantisch sein!
    • Urs  Lifart aus Volja Zaderevatska
      15.12.2016
      Warum soll ein Vertrag bei gewissen Leuten keine Gültigkeit haben ? Sollen Sportler einen Sonderbonus geniessen ? Man soll sich der Konsequenzen eines Vertrages bewusst sein, wenn man ihn unterzeichnet.
  • Bruno  Roggli 13.12.2016
    So oder so... Miller wird immer noch schneller sein als die Schweizer, natürlich mit ein paar Ausnahmen...