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«Iceman» Jankas Vorsprung auf den Ösi Benni Raich ist auf 38 Punkte geschmolzen. (Keystone)
Gestern Nachmittag traf Dani Albrecht (26) im Hotel Mercure zu Garmisch ein. Albright strotzt 414 Tage nach seinem Horror-Unfall in Kitzbühel nur so vor Tatendrang. Der Walliser will heute als Riesen-Vorfahrer gleich zwei Fliegen auf einen Schlag treffen: Zum einen will er sich selber und der ganzen Ski-Welt beweisen, dass er sich auf dem besten Weg zurück an die Weltspitze befindet. Zudem will er seinen Super-Kumpel Carlo Janka (23) wieder auf die Erfolgsspur führen.
Weil Iceman Janka gestern im Super-G nicht über den elften Rang hinaus kam, und sein Widersacher Benni Raich (31) den sechsten Platz belegte, liegt der Schweizer im Gesamtweltcup vor den beiden letzten Rennen nur noch 38 Punkte vor dem Österreicher.
Carlo braucht Top-Platzierung
Und weil «Big Benni» im abschliessenden Slalom die klar besseren Karten hat als unser Carlo, braucht der Riesenslalom-Olympiasieger heute eine Top-Platzierung. Dani Albrecht soll seinem Kumpel die gewinnbringende Linie vorspuren.
Bevor Albrecht am 22. Januar 2009 auf grausame Weise stürzte, teilte er sich im Ski-Zirkus oft das Zimmer mit Carlo Janka. Und als «Albright» am 13. Februar 2009 nach 21 Tagen aus dem künstlichen Koma erwachte, feierte «Jänks» in Val d’Isère den Weltmeistertitel im Riesenslalom.
Albrechts erster Wettkampf
Kurz darauf durfte Janka als erstes Nicht-Familienmitglied Albrecht im Spital besuchen. Dani begrüsste Carlo damals mit folgenden Worten: «Früher war ich dein Vorbild, jetzt bist du mein grosses Vorbild!»
Obwohl Albrecht in diesem Winter noch keinen Wettkampf absolvieren konnte, kam er in den letzten Wochen phasen-weise schon wieder sehr nahe an sein Vorbild Janka heran.
Albrechts Aufbautrainer Jörg Roten: «Kurz vor Olympia hat Dani mit Janka und Cuche in Hinterreit trainiert. In einigen Läufen konnte er von der Zeit her schon wieder sehr gut mit diesen beiden Champions mithalten. Darum bin ich davon überzeugt, dass er als Vorfahrer in Garmisch einen sehr guten Auftritt haben wird.»
Simis Champagner ist kaltgestellt
Emotional wird es heute auch beim Skispringen in Lillehammer. Schafft Simon Ammann einen Platz unter den ersten 14, krönt er seine Hammer-Saison mit dem Gewinn des Gesamtweltcups.
Platz 14? Da kann der Vierfach-Olympiasieger nur lachen. Gestern im Training flog er erneut allen davon. Tagesbestweite und 5,5 Meter vor Ösi Schlierenzauer. Der Champagner ist kaltgestellt.