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(Chris Palmer)
In Kanadas Nobel Ski-Ressort Lake Louise steht das edle Schloss-Hotel «Chateau». In diesen Tagen heisst der Schlossherr Didier Cuche (34).
Der Neuenburger wurde gestern von Österreichs Ski-Kaiser Hermann Maier in den Adelstand erhoben. «Ich glaube dass Didier Cuche in diesem Winter den Gesamtweltcup gewinnen wird. Er ist zurzeit der stärkste Skifahrer auf der Tour, zudem hätte es sich der Didier nach seinen vielen Verletzungen am meisten verdient» so der Herminator.
Dieses herminatorische Kompliment ging Cuche runter wie zuckersüsser Honig: «Wenn das einer wie Hermann Maier sagt, ist das wirklich ein riesiges Kompliment.»
Und Cuche vermochte im ersten Training von gestern diesen Vorschusslorbeeren ziemlich gerecht zu werden: obwohl er noch über ordentliche Reserven verfügt, fuhr der gelernte Metzger auf den vierten Rang und verlor auf die Bestzeit von Bode Miller nur 26 Hundertstel.
Cuche mit gutem Gefühl
Noch vor ein paar Jahren kam Didier auf Gleiterstrecken wie hier in Kanada mehr schlecht als recht in die Gänge, doch jetzt fühlt er sich auch auf solchem Terrain sehr wohl: «Das liegt nicht zuletzt an meiner Skifirma Head, die mir für alle Strecken dieser Welt das optimale Material zur Verfügung stellen.»
Neben der Rennstrecke sehr wohl. «Jedes Mal wenn ich hier her komme wird mir so richtig bewusst, was für einen tollen Job ich eigentlich habe. Andere Leute müssen viel Geld ausgeben, um an einen derart schönen Ort reisen zu dürfen. Ich kann hier sogar Geld verdienen.»
«Mountie» als Glücksbringer
Dass unser Didier total auf Kanada steht, beweist in diesen Tagen auch ein Blick auf seinen Helm. Der Fribourger Designer Andre Marty hat ihm extra für die Rennen in Lake Louise einen «Mountie» (kanadischer Polizist) auf den Helm gemahlt.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Mountie Cuche in der Abfahrt vom Samstag und im Sonntag nicht davon abhält, richtig schnell Ski zu fahren.
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Schlossherr Cuche. (Chris Palmer)