Krach bei Swiss Ski geht weiter Geschasster Direktor schlägt zurück

  • Publiziert: 09.09.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Der Krach beim Schweizer Skiverband geht in die nächste Runde. Denis L. Vaucher, letzte Woche überraschend als Direktor von Swiss Ski abgesägt, schlägt zurück.

Nach nur acht Monaten musste . «Unstimmigkeiten in verschiedenen Bereichen», hiess es von Verbandsseite. Rund eine Woche später schlägt der 44-Jährige via Medien zurück, in einem Interview mit der Berner Zeitung.

Vaucher sagt, er sei immer noch schockiert und fühle sich verletzt. Vor allem, dass die Kündigung so plötzlich kam, stösst dem Berner Juristen sauer auf. «Es hatte weder ein klärendes Gespräch noch eine Abmahnung gegeben. Bisher habe ich – trotz mehrfacher Aufforderung – keine schriftliche Begründung erhalten.»

Vaucher: «Das ist inakzeptabel»

Doch Vaucher geht es nicht nur um seine Gefühlslage, sondern auch um seinen Ruf. Besonders einen Bericht beim Schweizer Fernsehen in der Sendung «Sport Aktuell» will er nicht so stehen lassen.

Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann sagt dort: «Nach acht Monaten löst man nicht einfach, weil etwas zu schnell durchs Nachbardorf gefahren wurde, das Arbeitsverhältnis auf.»

Für Vaucher ein Satz mit Knalleffekt! «Diese Aussage suggeriert ein strafbares Verhalten meinerseits, beispielsweise Veruntreuung» ereifert sich der entlassene Direktor, «solche Äusserungen sind inakzeptabel!»

Anwalt eingeschaltet

Vaucher geht noch einen Schritt weiter: «Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, dass ich mir kein strafbares Verhalten habe zuschulden lassen kommen.» Der Jurist hat bereits reagiert: «Ich habe inzwischen eine renommierte Berner Anwaltskanzlei mit der Wahrung meiner Interessen beauftragt.»

Er erwarte von Urs Lehmann eine öffentliche Entschuldigung für «diese verbale Entgleisung», sagt Vaucher. Fortsetzung folgt.

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