Feuz' erstes Training nach der Lähmung im Gesicht «Ich konnte unbehindert fahren»

Beat Feuz meldet sich nach der Lähmung des rechten Gesichtsnervs mit einer ordentlichen Trainings-Leistung im Weltcup-Zirkus zurück.

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Das positive Denken gehört normalerweise zu den grossen Stärken des Beat Feuz (29). Doch als er am Dienstagabend in Val-d’Isère (Fr) eintrifft, sind die Gedanken des Emmentalers ziemlich trüb. «Bei meinem ersten Blick hinauf zur Oreiller-Killy-Piste sind in mir die Bilder von Silvano Beltramettis-Sturz aus dem Jahr 2001 aufgekommen. Diese Erinnerungen sind verdammt unschön.»

Seit Beltramettis Crash hat sich die Sicherheit auf der Oreiller-Killy-Piste zwar stark verbessert, im ersten Training zur Ersatz-Abfahrt von Beaver Creek müssen Feuz und Co. einige gefährliche, schlecht sichtbare Wellen meistern. Der «Kugelblitz» nimmt deshalb speziell im unteren Streckenabschnitt ordentlich Gas weg und verliert als 25. auf die Bestzeit des Norwegers Kjetil Jansrud 1,90 Sekunden.

Wenn man aber in Betracht zieht, dass Feuz im Training noch nie besonders schnell war und er in den letzten Wochen aufgrund seiner Lähmung des rechten Gesichtsnervs überhaupt nicht trainieren konnte, stimmt dieses Comeback im Hinblick auf die Rennen von Freitag und Samstag durchaus zuversichtlich. «Ich tue mich auf Strecken, die ich nicht kenne, im ersten Training immer ein bisschen schwer mit Visualisieren. Aber nach dieser Fahrt weiss ich einigermassen, wo es hier durchgeht.»

Feuz trotz wenig Training zuversichtlich 

Und das Wichtigste: Beats Gesichtsnerv geht es immer besser. «Beim Fahren hat mich das Ganze überhaupt nicht behindert. Aber ich kann die Sache noch nicht ganz ausblenden.»

Feuz, der in den letzten Jahren vor allem von Knie-Problemen geplagt wurde, hat auch in diesem Sommer bei weitem nicht so viele Trainings-Tage absolvieren können wie der grösste Teil seiner Rennfahrer-Kollegen: «Im August war ich drei Wochen lang wegen einer Mittelohrentzündung ausser Gefecht und zuletzt hat mich die Lähmung des Gesichtsnervs vom Skifahren abgehalten. Aber im Vergleich zu meinen Verletzungen in den letzten Jahren sind das alles Kleinigkeiten und ich hatte im Sommer trotz allem einige sehr gute Ski-Tage.»

Und sonst? Patrick Küng (33), der die letzte Saison wegen einer entzündeten Patellasehne bereits im Januar vor der Lauberhorn-Abfahrt abbrechen musste, meldet sich mit dem 12. Rang im ersten Training zurück. Damit liegt der Abfahrtsweltmeister einen Platz vor einem anderen prominenten Comebacker – Norwegens Super-Elch Aksel Lund Svindal scheint nach seinem Kreuzbandriss in Kitzbühel auf dem besten Weg zurück an die Weltspitze.

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
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  • Severin  Meier , via Facebook 30.11.2016
    Freue mich auf tolle Rennen.