«Es fehlt der Biss» Auch Boss Lehmann kritisiert unsere Ski-Talente

Swiss Ski-Präsident Urs Lehmann richtet nach der Absage der Männer-Abfahrt in Santa Caterina kritische Worte an sein Team!

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Trainer-Legende Karl Frehsner (77) hat nach dem Super-G einen ziemlich bösen Blick auf die Rangliste gerichtet: «Um unsere Team-Leader Janka, Küng und Feuz mache ich mir zwar keine Sorgen, aber von unseren Jungen muss einfach viel mehr kommen. Vielleicht fehlt ihnen bei Swiss Ski der Druck, vielleicht sitzen sie zu sehr in der Komfortzone fest.»

Verbands-Präsident Urs Lehmann untermauert 24 Stunden später den Verdacht des «eisernen» Karl: «Frehsner hat zu hundert Prozent recht. Die Athleten finden bei Swiss Ski wirklich alle Mittel um die besten der Welt zu werden. Doch leider fehlt bei uns vielen Talenten der Biss von einem Marcel Hirscher oder Aksel Svindal.» Der Abfahrts-Weltmeister von 1993 legt nach: «Jeder, der sich den Körper von einem Hirscher oder Svindal anschaut wird zum Schluss kommen, dass die beiden echte Maschinen sind. Unsere Athleten sind zwar auch gut trainiert, aber bei uns verkörpert keiner eine Maschine. Aber man muss eben eine Maschine sein, wenn man regelmässig an der Weltspitze sein will.»

Lehmann träumt deshalb von einer norwegischen «Schleiferei» im Berner Seeland: «Die Norweger trainieren im Sommer während mehreren Wochen alle zusammen in Oslo und führen dann knallharte körperliche Tests durch. Die Jungen werden dabei von Top-Stars wie Svindal und Jansrud angetrieben. Die treiben sich bei jedem Waldlauf ans Limit. Ein solches Camp müssten wir in Zukunft Magglingen durchziehen. Momentan trainiert bei uns im Sommer fast jeder Athlet in einer anderen Ecke der Schweiz Ausdauer und Kraft. Und ohne gesunde Konkurrenz, gehen viele in diesen Trainings nicht als Limit.»

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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5 Kommentare
  • Tashunka  Blue aus Watt
    30.12.2016
    Erstaunlich dass es Lehmann noch immer schafft...Vorsitzender des Swiss Ski zu sein. Wenn man liest, wie er gegen den Nachwuchs klagt.
    Ist nicht auch ER, mitschuldig an diesem Dilemma???
  • Roger  Huber 30.12.2016
    Der Lehmann muss es ja wissen. Wurde selbst als grosses Talent verschrien und hat es im Weltcup zu sagenhaften 5 Top10 und null Podestplätzen gebracht.
  • Adrian  Rüst , via Facebook 29.12.2016
    Feuz wird immer dicker, Janka müsste dringend zum Sportpsychiater und Küng scheint irgendwie alles egal. Mal läufts, mal nicht - Hauptsache das Hotel ist gut. Und für die Erkenntnis, dass alle bei Swiss-Ski in einer Komfortzone leben, keinen Konkurrenzkampf haben und kaum austrainiert sind, braucht man kein Experte zu sein. Das sieht jeder. Lehmann soll zurücktreten und verschwinden. Gute Leistungen bringt konstant nur Lara Gut und die trainiert und zahlt selbst.
  • Sepp  Reiser aus Knonau
    29.12.2016
    Ja die beiden Herren Lehmann und Frehsner haben recht, unsere Jungen haben schon keine gute Körpersprache!!!
    Und das Zweite Problem ist schon auch das Konditraining. Es bringt viel mehr in der Gruppe sich zu "schinden" als irgendwo im Wald oder in der Halle allein.
    Aber Herr Lehmann das sollte man nicht Ende Dezember merken ob unsere Asse konditionell bei den Leuten sind und keine "Maschinen" sind!

    S. Reiser
  • Mathias  Kuhn , via Facebook 29.12.2016
    Wow, welche Erkenntnis vom Chef! Wie hat er denn trainiert? Oder war er wirklich der Zufallsweltmeister ;-) Keine Sorge um Janka? Echt?