Dani lacht schon wieder!

INNSBRUCK - Die Erleichterung ist gross: Daniel Albrecht wird keine bleibenden Hirnschäden behalten und kann in seinem Bett bereits wieder sitzen. Einzig die Lungenfunktion macht Sorgen.

  • Aktualisiert am 13.01.2012
  • Von Stefan Meier
Nach drei Wochen im künstlichen Tiefschlaf kann Daniel Albrecht bereits wieder lachen, wie sein Vater erleichtert verkündet.- RDB

Was für sensationelle Nachrichten um Daniel Albrecht, die uns aus der Innsbrucker Uniklinik erreichen. Der Fiescher habe einfache Fragen bereits mit «Ja» und «Nein» beantwortet können.

Zwar seien beim Händedrücken auf der rechten Seite geringe Schwächen aufgefallen, dennoch sollten keine motorischen Schwächen oder Gedächtnisleistungsschwächen zurückbleiben!

Bettina Pfausler, Danis Neurologin, ist sehr optimistisch: «In wenigen Wochen sollte der Patient neurologisch gesehen wieder ganz gesund sein.»

Auch körperlich ist Daniel Albrecht anscheinend gut beieinander. Ein leichte Bänderdehnung am rechten Knie wurde diagnostiziert, die Kreuzbänder scheinen intakt zu sein. Einer Mobilisierung stehe nichts im Wege.

Dani kann schon wieder sitzen

Und tatsächlich, Daniel Albrecht kann in seinem Bett bereits wieder sitzen, sogar Stehversuche sollen ab nächster Woche möglich sein.

Oberarzt Stefan Schmid ist vor allem für ein «normales» Leben zuversichtlich, allerdings: «Die Lungenfunktion bleibt fraglich, besonders bezüglich Spitzensport.»

Die Lungenentzündung und -schrumpfung hätten den Patienten doch mitgenommen.

Sprechen kann Dani noch nicht. Grund: Die Stimmbänder sind durch die künstliche Beatmung noch lädiert. Allerdings reagiert der Fiescher, wenn er angesprochen wird.

Sobald sein Gesundheitszustand es zulässt, keine Risiken mehr bestehen, soll Dani dann zurück in die Schweiz gebracht werden.

Martin Albrecht: «Dani beginnt schon wieder zu lachen»

Daniel Albrechts Eltern und sein Manager Giusep Fry stehen Dani momentan in Innsbruck bei. Die freudige Nachricht über Danis Erwachen erreichte sie so denn auch als Erste. Die Erleichterung bei den Angehörigen ist gewaltig!

Klar, dass die Zeit nicht spurlos an Vater Martin Albrecht vorbeigegangen ist. «Wir mussten jetzt drei Wochen untendurch», sagt Albrecht.

Die Besuche hätten ihm gut getan. «Für uns ist das wie eine zweite Geburt. Es ist jedes Mal ein Aufsteller, bei ihm zu sein», sagt Danis Vater, ehe er mit der guten Nachricht rausrückt, «auch wenn ihm noch die Stimme fehlt, Dani beginnt wieder zu lachen.»

Auch bei Swiss-Ski vernahm man die Meldungen um Daniel Albrecht mit Freude und Erleichterung. «Heute ist ein freudiger Tag», sagte etwa Präsident Urs Lehmann in die Mikrofone.

Sein Dank galt vor allem der Betreuung, die von der Piste bis zum Spital einwandfrei funktioniert habe. (sme)
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