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Dani Albrecht: Die Erlösung

Sein Hirn ist intakt, die Lunge wird sich erholen, und er kann bereits sitzen. Freitag, der 13., ist nicht nur wegen Carlo Jankas Riesen-Gold ein Glückstag für die ganze Schweiz.

Von Carl Schönenberger aus Val d'Isère | Aktualisiert um 23:59 | 13.02.2009
Albrechts Innsbrucker Ärzte: Intensiv-Mediziner Stefan Schmid, Unfallchirurg Michael Blauth und Neurologin Bettina Pfausler. (AP)
Albrechts Innsbrucker Ärzte: Intensiv-Mediziner Stefan Schmid, Unfallchirurg Michael Blauth und Neurologin Bettina Pfausler. (AP)
Papa Martin Albrecht ist die ­Erleichterung anzusehen. Vor der TV-Kamera ringt er um ­Fassung. Die Worte bleiben ihm im Hals ­stecken. Die Augen hinter den ­Brillengläsern werden wässrig.

«Uns ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen», sagt Danis Vater. «Drei Wochen zwischen Hoffen und Bangen. Dani hat bereits ­wieder gelacht, Ja und Nein gesagt. Das ist ein Riesen-Aufsteller. ­Woher wir die Energie dafür genommen haben, ist schwer zu sagen. Wir sind jeden Tag bei ihm gewesen, haben immer die volle Besuchszeit ausgeschöpft. Jetzt wünschen wir ihm vor allem gute Genesung – und dass wir Dani bald gesund heimnehmen können.»

Danis Schicksal hat die Familie Albrecht ­noch mehr zusammen­geschweisst.

Riesiger Dank geht an die Ärzte am Uni-Spital von Innsbruck. Ihre Botschaft, die sie an der Pressekonferenz überbringen, könnte besser kaum sein.

Doktor Stefan Schmid hat Dani als Oberarzt für chirurgische Intensivmedizin die ganzen drei Wochen betreut. «Wir haben sehr erfolgreich um Daniel Albrecht gekämpft», sagt er. «Die Hirnschwellung ging zügig zurück. Die Hirnblutung war nicht allzu gross. Es war die schwere Lungen­entzündung, die den Kampf schwierig gemacht hat. Am 11. Februar konnten wir ihn aber von der Beatmungsmaschine abhängen.»

Die Verletzung der Stimmbänder und die Schwellung der oberen Atemwege nach der Entfernung des Beatmungsschlauches bereiten ihm zur Zeit noch Schmerzen. «Aber der Patient wird bereits ­sitzend mobilisiert. Und in den nächsten Tagen beginnen wir mit Stehversuchen.»

Auch Unfallchirurg Michael Blauth berichtet Erfreuliches. «Der Patient hat an Kopf und Brust ­keine weiteren Verletzungen. Am rechten Knie haben wir eine leichte Bänderdehnung festgestellt. Die Kreuzbänder scheinen intakt, eine Kernspin-Tomographie wurde allerdings noch nicht gemacht.»

Erlösend auch der Befund von Neurologin Bettina Pfausler: «Am Mittwoch konnten wir das Hirn erstmals beurteilen. Herr Albrecht antwortet auf einfache Aufforderungen mit Ja und Nein. Er hat noch eine reduzierte Aufmerksamkeit. Sein Händedruck rechts ist ­etwas reduziert. In einigen Wochen ist Daniel Albrecht aus neurologischer Sicht sicher gesund.»
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Ski-Kaiser. Als «Napoleon» posierte Daniel ­Albrecht für den BLICK. Das war vor seinem fürchterlichen Sturz. (Toto Marti)
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