Überraschung! Cuche und Co. verlieren Pini an die Frauen

  • Aktualisiert am 02.01.2012
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Die Schweizer Skifahrerinnen erhalten nach vier Jahren einen neuen Cheftrainer. Auf Hugues Ansermoz folgt Männer-Coach Mauro Pini.

Hugues Ansermoz muss nach vier Jahren als Frauen-Cheftrainer den Hut nehmen. Überraschend ist, wen Swiss-Ski als Nachfolger des 46-jährigen Waadtländers einsetzt.

Mauro Pini kehrt nach nur einem Jahr in den Frauen-Rennsport zurück, womit Didier Cuche, Didier Défago und Silvan Zurbriggen schon wieder einen neuen Trainer erhalten.

Ansermoz wird die Misere in den technischen Disziplinen zum Verhängnis, die von der Verbandsführung stärker gewichtet werden als die Erfolge im Speed-Bereich. Gemäss Communiqué prüfen Swiss-Ski und Ansermoz gemeinsam, ob eine Weiterbeschäftigung in einem anderen Bereich möglich ist.

Mauro Pini (45) war in der Vergangenheit wiederholt als Schweizer Frauen-Cheftrainer gehandelt worden – auch, als Ansermoz den Zuschlag für die Nachfolge des damals nach nur einem Jahr zurückgetretenen Osi Inglin erhielt.

Dass Pini jetzt zum Zug kommt, ist eine faustdicke Überraschung. Erst vor Jahresfrist hat er Patrice Morisod, die langjährige Vertrauensperson von Cuche und Défago, nach dessen Wechsel zum französischen Verband ersetzt. Die Gruppe knüpfte unter Pini nahtlos an die Erfolge der Ära Morisod an. Silvan Zurbriggen steigerte sich sogar zum besten Winter seiner Karriere.

Einen Namen hatte sich Pini als Frauen-Trainer mit Hauptaugenmerk auf den technischen Disziplinen gemacht. Zunächst führte er die Spanierin Jose Maria Rienda Contreras zu sechs Weltcupsiegen im Riesenslalom. Im Winter 2008/2009 fungierte er dann als Privattrainer von Lara Gut, die er zum ersten Weltcupsieg und zwei WM-Silbermedaillen führte. Wer den Tessiner bei den Männern ersetzt, ist offen. (Si/wst)

Pini ersetzt Hugues Ansermoz, der den Hut nehmen muss.- Benjamin Soland

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