Schweizer Team fährt die Olympia-Abfahrt am Computer Cuche stürzt – Janka siegt

  • Aktualisiert am 07.02.2010
  • Von Marcel W. Perren
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Die Olympia-Abfahrt steigt zwar erst am nächsten Samstag. Unsere Schweizer haben die Hauptprobe schon hinter sich: Cuche, Janka, Défago und ihre Teamkollegen lieferten sich einen packenden Kampf in der SonntagsBlick-Ski-Challenge.

1. Rang: Carlo Janka Dass der «Iceman» seine Gegner auch am Laptop eiskalt abserviert, ist für Didier Cuche keine Überraschung: «Der Jänks macht ja neben Skifahren auch fast nichts anderes, als am Computer zu spielen!» Janka ist tatsächlich ein Spiele-Freak. Diese Leidenschaft machte sich schon einmal bezahlt. «Bevor ich im Dezember in Beaver Creek drei Siege einfuhr, bin ich die Abfahrt ein paar Mal auf dem Computer runtergedonnert. Hoffentlich macht sich mein Laptop-Training auch bei Olympia bezahlt.»

2. Rang: Sandro Viletta Wenn dem Zimmerkollegen von Carlo Janka am Whistler Mountain die Kombinationsabfahrt ähnlich gut gelingt wie in der SonntagsBlick-Challenge, kann der starke Slalomfahrer bei der Olympia-Kombi eine Medaille gewinnen, sogar die goldene.

3. Rang: Silvan Zurbriggen Obwohl eine heftige Grippe unsere grosse Slalom-Hoffnung in den letzten Tagen ans Bett fesselte, zeigt Silvan bei der SonntagsBlick-Challenge keine Schwächen und unterstreicht mit der drittschnellsten Zeit seine Medaillen-Ambitionen in der Kombination.

4. Rang: Patrick Küng Der Olympia-Neuling vom Walensee wird nächste Woche Qualifikationen um den vierten Abfahrtsstartplatz fahren müssen. Wenn er sich auf der echten Piste so gut schlägt wie auf der Computer-Strecke, wird er im Rennen vom Samstag dabei sein.

5. Rang: Marco Büchel Der Liechtenstein-Schweizer steht wie Didier Cuche mit Computerspielen auf Kriegsfuss. Angesichts dieser Tatsache schlägt sich «Büxi» auf der virtuellen Piste aber äusserst wacker. Entsprechend frenetisch fällt nach der Zieldurchfahrt sein Jubel aus.

6. Rang: Didier Défago Bis zur ersten Zwischenzeit ist «Def» der Schnellste, dann fliegt er im hohen Bogen in den Fangzaun. Der zweifache Familienvater steht aber wieder auf und legt unten eine super Fahrt hin. Das stimmt Défago zuversichtlich: «Die Piste liegt mir wohl ganz gut.»

7. Rang: Ambrosi Hoffmann «Diese Abfahrt ist ja wie gemacht für mich», frohlockt «Amba» nach dem ersten Streckenabschnitt. Doch dann wird auch der Davoser mit einem heftigen Crash auf den Boden der Realität zurückgeholt.

8. Rang: Tobias Grünenfelder Nach den ersten Metern meint der Glarner noch gelangweilt: «Di Pischtä isch ja huerä Flach!» Kaum hat «Grüeni» diesen Satz ausgesprochen, liegt er auch schon auf der Schnauze. Das Ziel erreicht er trotzdem – 32 Sekunden vor Team-Leader Didier Cuche.

9. Rang: Didier Cuche Zum Glück absolviert unser Super-Didier seine erste Fahrt auf der Olympia-Strecke nur auf dem Bildschirm, sonst wäre an seinem Körper jetzt mehr gebrochen als nur der Daumen. Cuche legt vier heftige Bruchlandungen hin! Didiers Fazit: «Mit solchen Spielen konnte ich noch nie etwas anfangen, ich bin absolut kein Gamer. Trotzdem ärgert es mich, dass ich nicht besser abgeschnitten habe.»

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