Neue Klage gegen Alinghi

  • Publiziert: 13.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Neues Kapitel im Dauerstreit zwischen BMW Oracle und Alinghi. In einer neuen Klage geht es jetzt um das Segel.

Jetzt geht es wieder los: BMW Oracle Racing, Herausforder von Alinghi beim Americas Cup, zieht erneut vor Gericht. Im Dauerstreit der beiden verfeindeten Syndikaten geht es neuerdings um das Segel.

Oracle-Boss und US-Milliardär Larry Ellison macht seine Drohungen der vergangenen Wochen wahr, die Schweizer wegen angeblich illegaler Segel zu verklagen (siehe Text rechts). Am Dienstag ist in Singapur eine Schlichtung gescheitert.

Alinghis in Hamburg lebender Chefdesigner Rolf Vrolijk sagt dazu: «Die Anschuldigungen sind unsinnig. Wir haben uns einen irrsinnigen Aufwand mit dem Bau und Zusammenbau unseres Katamarans in der Schweiz geleistet, den wir später ausfliegen mussten. Die Bahnen unserer Segel haben wir in der Schweiz zusammen gebaut. Mal ehrlich: Wo fangen wir an, wo hören wir auf?»

Die Klage sollte den Beginn des 33. Americas Cup am 8. Februar vor Valencia nicht herauszögern. Ein Imageschaden ist es aber in jedem Fall. (Si/keu)

Streitpunkt Segel

Die Cup-Stiftungsurkunde von 1887 bestimmt, dass die teilnehmenden Boote grundsätzlich im Heimatland ihres jeweiligen Vereins gebaut werden müssen. Die Amerikaner argumentieren, diese Regel gelte für alle Teile der Jacht.

So fragte BMW Oracle Racings Teamchef Russell Coutts: «Kann Alinghi mit in den USA gefertigten Segeln antreten?» Die Schweizer beziehen die Urkunde dagegen nur auf das Boot. (Si)

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