Trotz Pleite beim America's-Cup Ernesto Bertarelli: «Ich bin stolz!»

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Interview von Christian Bürge aus Valencia
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Der Schweizer deutet an, dass das nicht sein letztes Rennen war und er wohl wieder um den America’s Cup segeln wird.

Ernesto Bertarelli, warum haben Sie verloren?
Ernesto Bertarelli: Sie hatten das schnellere Boot, ganz einfach, und mit dem Flügelsegel eine gute Idee, eine Strategie. Und sie konnten ihr Boot ändern, wie sie wollten. Dazu half ihnen auch das Rechtssystem in den USA. Darum heisst er ja auch America’s Cup und nicht Europa’s Cup.

Sie sagen, das US-Rechtssystem hat den Cup mitentschieden?

Das sagen Sie.

Ist der America’s Cup für Alinghi nun kein Thema mehr?

Ich bin zuerst einfach mal stolz, was wir erreicht haben. Bis jetzt. Alinghi ist ja nicht nur ein America’s-Cup-Team. Es gibt ja noch andere Programme. Wir müssen herausfinden, was wir tun werden. Vieles hängt auch davon ab, was Ellison mit dem Cup macht. Zuerst sollen sie ihre Anklagen gegen uns fallen lassen. Dann kann man diskutieren.

Sind diese Mehrrumpfboote die Zukunft des America’s Cup?

Ich denke, man hat gesehen, was das für fantastische Boote sind. Und für mich ist eine Frage entscheidend: Gibt es einen Grund, langsam zu segeln? Ich bin mir sicher, dass Geschwindigkeit in der Zukunft wichtiger wird. Die Tage des Spinnakers sind vorbei.

Hätten Sie gewonnen, wenn Sie gleich viel Geld investiert hätten?

Ich denke nicht, dass es ums Geld geht. BMW Oracle hat auch schon in früheren Austragungen viel Geld investiert – und verloren. Es geht viel eher um die richtigen strategischen Entscheidungen. Mit Geld alleine gewinnt man den Cup nicht.

Ernesto Bertarelli am Steuer der Alinghi.- Reuters

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