«Der Sieg gehört allen»

  • Publiziert: 04.07.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

VALENCIA – Den Pokal trug Skipper Brad Butterworth, die salbungsvollen Worte sprach der Boss: Ernesto Bertarelli über die Highlights des Americas-Cup – und das nächste Rennen.

Ernesto Bertarelli, was waren für Sie die Highlights dieser vierjährigen Kampagne?
Ernesto Bertarelli: «Das ist definitiv grösser und besser als beim ersten Mal. Es war viel härter, als ich es je erwartet hätte. Als ich 2003 zum ersten Mal gewann, war ich wohl ein bisschen naiv. Ich habe in den letzten zehn Tagen mehr über den Cup gelernt als in den sieben Jahren davor. Es war eine unglaubliche Erfahrung in Sachen Teamgeist: Die Arbeit mit unglaublichen Leuten, die vielen Hochs, die Tiefs – auch davon gab es viele. Es war eine Lektion fürs Leben, etwas vom härtesten, das ich je gemacht habe. Das ist abgesehen von den Geburten meiner Kinder der wohl schönste Tag in meinem Leben.»

Wie fällt Ihre Gesamtbilanz des 32. Americas Cup aus?
«Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand an ein aufregenderes Match erinnern kann. Das Team New Zealand hat sicher dazu beigetragen. Jedes einzelne Rennen war unglaublich.»

Wird auch der nächste Cup in Valencia stattfinden?
«Wir haben in den nächsten Tagen einiges zu tun. Zum Beispiel das Protokoll für den 33. Americas Cup zu präsentieren. Wir werden das erst am Donnerstag tun, morgen habe ich wohl noch Kopfweh. Dann werden wir uns mit dem Austragungsort befassen. Valencia war ein perfekter Schauplatz für diesen ersten Americas Cup in Europa. Wir werden in Kürze an solche Dinge denken, aber jetzt wollen wir zuerst einmal feiern.»

Sie haben denn Cup einmal mit und einmal ohne Russell Coutts gewonnen. Was sind die Unterschiede?
«2003 mit Russell gewonnen zu haben, wird für immer eine meiner schönsten Erinnerungen bleiben. Das Schöne an diesem Sieg ist, dass er komplett anders ist – das Team, der Steuermann. Wenn ich mich für einen Sieg entscheiden müsste, dann sicher für diesen. Wenn man kämpfen muss, wie wir gekämpft haben, und auf dieses Team blickt, auf jeden Einzelnen, der in den vier Jahren dazugehörte, macht das diesen Sieg zum erfüllendsten und stärksten. Immer, wenn wir zurücklagen, rissen sich alle zusammen. Der Sieg gehört allen.» (SI)

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